Blickwinkel

Ikeas smarte Erweiterung der Zielgruppe

Crossmedia

Mit zwei kreativen Aktionen buhlt der multinationale Einrichtungskonzern IKEA um neue Kundenzielgruppen. Für seine Expansion in die Vereinigten Arabischen Emirate „klont“ der schwedische Möbelhersteller das Mobiliar dreier, ikonischer TV-Serien. Mit einer Kooperation mit dem Sportartikelhersteller Adidas will der Konzern die weibliche Zielgruppe sportiv erweitern – im trauten Heim natürlich.

Feels like Home(r)

Wer will so wohnen wie die Simpsons? Laut Ikea-Marktforschung offenbar Familien in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Genauer gesagt, internationale Business-Men mit Familienhang, und wohl nicht die Einheimischen. Der Springfield-Traum wird wahr mit dem Sofa „Knislinge“, dem Teppich „Lattjo“ und der Stehlampe „Jansö“. Allerdings wurde das Mobiliar von Homer und Marge nicht extra nachdesignt, sondern aus dem bestehenden Sortiment selektiert. Die Idee zu dieser Aktion hatte die Agentur Publicis Spain. Dessen Kreative brauchten dann ganze zwei Monate, um die gute Simpson-Stube sowie zwei weitere Wohnzimmer-Ensembles zusammen zu suchen.

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Serielles Wohnen

Nun können Ikea-Kunden auf der ganzen Welt neben dem Simpson-Heim auch noch das einladende Wohnzimmer von „Friends“-Protagonistin Monica Geller sowie die unheimliche Wohnreich von Joyce Byers, der Mutter des verschwundenen Jungen aus der Netflix-Serie „Stranger Things“, nachbilden. „Real Life Series“ lautet dann auch der Name der Kollektion, welche mitsamt Bestell-Links auf der dazugehörigen Webseite präsentiert wird. Die Aktion wird mittels Print-Anzeigen sowie in den Social-Media-Kanälen von Ikea beworben. Dafür wurden die Motive mit einer 3D-Software bearbeitet, um eine „über-realistische" Ästhetik zu erzielen.

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Weibliche Kauf-, äh Muskelkraft

Auf den Boden der Tatsachen, beziehungsweise die Fitness-Matte auf dem heimischen Fußboden, zielt eine Partnerschaft des Möbelherstellers mit dem Sportartikelhersteller Adidas. Das gemeinschaftliche Design- und Forschungsprojekt wurde bereits vergangenes Jahr ins Leben gerufen. Die Idee dahinter sei, neue Produkte zu entwickeln, die sportliche Aktivitäten in den eigenen vier Wänden fördern. Hauptzielgruppe des Projekts sind Frauen und Mädchen. Insbesondere jene, für die der Besuch eines Fitnessstudios aus zeitlichen, finanziellen oder anderen Gründen nicht praktikabel ist.

Hyggelige Heimtrainer

Um deren Erfahrungen und die Herausforderungen von Home-Fitness besser zu verstehen, statteten Produktentwickler, Kreative und weitere Spezialisten beider Unternehmen seitdem Frauen in New York, Chicago, Shanghai und London Hausbesuche ab. Mütter mit kleinen Kindern sowie Mädchen im Teenageralter waren die Hauptzielgruppe dieser ersten Heimsuchungen. Um zukünftig erfolgreich hyggelige Heimtrainer an die Frau zu bringen, wurde dabei untersucht, auf welche Weise die Damen ihr trautes Heim für Sportübungen nutzen. Die ersten Trainings-Produkte aus dieser Zusammenarbeit werden voraussichtlich 2021 vorgestellt.

Autor: KS

(Bilder: IKEA)

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