Blickwinkel

Data Marketing Day 2018 - Unsere Learnings

Aussenwerbung

Vergangene Woche waren wir Teil des Data Marketing Days der Werben & Verkaufen und haben Euch unsere wichtigsten Learnings mitgebracht:

Umsatzsteigerung durch Loyaltyprograms

Die klassischen Stempel- und Treuekarten zum Punktesammeln kennen wir alle. Doch wie setzen wir sie erfolgreich ein? Kundenbindungsprogramme (auch Loyaltyprograms) müssen inhaltlich zur Marke passen und den Kunden einen Mehrwert bieten, denn sie erwarten heute viel mehr als nur einen steigenden Punktestand. Media Markt beispielsweise nutzt den Media Markt Club, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Als Teil des Clubs erwarten die Mitglieder Mehrwerte in Form von Produktgeschenken, Rabattaktionen oder Sonderveranstaltungen wie Konzerte. Hierfür investiert das Unternehmen etwa 80 Prozent seiner Marketingausgaben. Ein Loyaltykunde kostet im Schnitt 6 Euro. Doch das Invest zahlt sich aus: Je mehr Mehrwerte ein Mitglied erhält, desto höher wird sein Umsatz und das Unternehmen erhält zudem wichtige Daten und Insights (wie, dass 70 Prozent der Käufer einer Britney Spears DvD männlich sind) über seine Kunden. Diese Insights werden für personalisertes Werben genutzt, wodurch die Kaufwahrscheinlichkeit um bis zu 22 Prozent steigt.

Online ist nicht alles

Auch wenn wir immer mobiler und digitaler werden, findet die Customer Journey nicht nur online statt. Denn 75 Prozent aller Touchpoints, denen wir im Laufe des Tages begegnen, sind offline. Dies spiegelt sich auch in den Werbemaßnahmen der Unternehmen wieder: Nur 23 Prozent der Spendings landen im Online-Bereich, wohingegen 26 Prozent noch immer in Anzeigenschaltung investiert wird.

Ziel ist daher Online und Offline sinnvoll zu verbinden. Die Deutsche Post versucht das über drei Wege:

  • Offline-Retargeting: Online generierte Kontakte werden durch Offline-Mailing retargeted und bspw. zur nächste Filiale gelotst.
  • Lokaltargeting auf Mikrozellenbasis
  • Trigger-Dialog: Die Gestaltung von Printmedien wird durch Automatisierung individualisiert.

Communication at scale

Hierfür müssen wir wissen, wann sich Kunden wo und wie befinden, um sie entlang der Mobilen Customer Journey begleiten zu können. Alles hierzu findet ihr hier.

Demand Forecasting

Nachdem Porsche Austria durch die Hilfe einzelner Personen seine Nachfrage selbst vorhergesagt hat, haben sie hierfür ein Tool geschaffen. Die fünf Schritte um Daten-Tools zu implementieren:

  1. Was ist unsere Ausgangssituation im Unternehmen?
  2. Was für Daten haben wir, die wir auch nutzen drüfen?
  3. Die Daten verstehen, interpretieren und vorbereiten.
  4. Analysemethoden auswählen.
  5. Daten-Infos ins Tool integrieren.

Die wichtigsten Learnings aus diesem Prozess:

  • Maschine-Learing ist abhängig von der Datengrundlage.
  • Hinterfrage immer: "Warum habe ich das ausgespielt bekommen?"
  • Kollaborationen sind heute notwendig.

DSGVO

Im Moment in aller Munde, doch was ist zu beachten?

  1. Nur Vorgänge mit personenbezogenen Daten sind betroffen.
  2. Einschaltung des Datenschutzbeauftragten.
  3. Alle Verarbeitungen von personenbezogener Daten zusammenzustellen. (Bestandsaufnahme)
  4. Eine übersichtliche Zusammenstellung aller Auftragsverarbeitungsverhältnisse. (Auftragsbearbeitung)
  5. Schulung der Mitarbeiter. (Info-Pflichten und Schulungen)

Weitere Inhalte und den Liveblog der Veranstaltung findet ihr hier.

Autor: NF

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