Blickwinkel

Uber: Mit OOH-Werbung Gewinne einfahren

Aussenwerbung

Der US-Fahrdienstanbieter testet derzeit mit der amerikanischen Adtech-Agentur Adomni den Einsatz beleuchteter Werbedisplays auf Autodächern. Mehr als 1.000 Uber-Fahrer in drei US-Städten nehmen an der Aktion teil und werden dafür mit jeweils 300 Dollar entlohnt.

Anzeigen auf dem Autodach

Die Testaktion der neuen Abteilung „Uber OOH Powered by Adomni“ soll bis zum 1. April in den Städten Atlanta, Dallas und Phoenix ausgefahren werden. Die Displayanzeigen in Form von Werbebildern oder Videos werden jeweils für acht Sekunden angezeigt und sollen auch an die Tages- beziehungsweise Nachtzeit sowie den Fahrzeugstandort angepasst werden. Laut Uber OOH sollen damit auf „Millionen von Meilen“ über 180 Millionen Impressions pro Monat generiert werden.

Große Pläne nach der Testphase

Während der Testphase werden nur städtische Werbeanzeigen auf den großflächigen Autodach-Displays ausgespielt. Kommerzielle Werbetreibende sollen dann ab April zum Zuge kommen. Erst mit manuellem Werbemittelkauf, ab Mai dann auch via Programmatic Advertising und verzahnt mit anderen Arten von Adomni-Screens. Nach der Testphase sollen die an dem Programm teilnehmenden Uber-Fahrer auf wöchentlicher Basis nach gefahrenen Stunden bezahlt werden.

Der Konkurrenz davonfahren

Gegenüber dem Magazin Business Insider ließ der Geschäftsführer von Uber OOH, Brett Baker, verlauten, dass man bereits seit einem Jahr an dieser Idee arbeite. Laut der amerikanischen Nachrichtenseite Axios kommt der Zeitpunkt für die offizielle Ankündigung des Projekts allerdings nicht von ungefähr. So verkündete Uber-Rivale Lyft eine Woche zuvor, mit seinen Fahrern ähnliche Werbe-Deals zu starten. Hierfür akquirierte der nur in den USA operierende Konkurrent das US-Startup Halo Cars, welches sich auf Autodach-Displaywerbung spezialisiert hat. Laut Unternehmensangaben hat Lyft in Nordamerika einen Marktanteil von 39 Prozent. Die Werbedisplays für die Uber-Fahrzeuge stammen laut Axios vom New Yorker Startup Cargo.

Fahrtziel Gewinnzone

Von dem Einstieg ins Werbegeschäft erhofft sich Uber, im vierten Quartal 2020 endlich die Gewinnzone ansteuern zu können. Die neue Erlösquelle soll das Unternehmen, welches 2019 abermals Verluste einfuhr, endlich profitabel machen. Erst kürzlich hatte Uber seinen Lieferdienst Uber Eats in Indien abgestoßen – für „schlappe“ 206 Millionen Dollar, anstatt der 350 Millionen von Experten prognostizierten Dollar.

Autor: KS

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