Blickwinkel

Unsere OoH-Highlights des Cannes-Festivals

Aussenwerbung

Rückblicke und Zusammenfassungen zu den Cannes Lions 2019 gab es bereits einige, aber auch wir wollen noch einmal aufs Fesrival zurückblicken und Euch unsere liebsten OoH-Kampagnen aus diesem Sommer vorstellen. Denn sie zeigen, was in der vermeintlich unspektakulären Außenwerbung alles möglich ist und wie viel Kraft auch simple Motive haben können. Viel Spaß mit unserer TOP sechs Out-of-Home-Cases!

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte..

Out-of-Home-Motive brauchen keine Kurzromane zu sein, sondern wirken am besten, wenn die Message bzw. das Motive klar und einfach ist und somit in einem einzigen Augenblick verstanden werden kann. Wir haben Euch drei Marken rausgesucht, die ihren diesjährigen Erfolg in Cannes ihren simplen aber aussagekräftige OoH-Motiven zu verdanken haben.

Coca Cola - Try not to hear this

Stellt Euch vor, es ist Hochsommer. Ihr seid gerade unterwegs, sehr durstig und dann das! Wer würde beim Anblick dieses Motivs nicht das Zischen der "Coke"-Flasche hören? Passend zu der Unternehmensvision des US-amerikanischen Erfolgskonzerns Coca Cola – überall auf der Welt auf Armeslänge verfügbar zu sein – werden in dieser Out-of-Home-Kampagne gerade solche Situationen mit Hilfe der Kraft von Synästhesie genutzt. Durch den Anblick der Flasche werden zwei unterschiedliche Sinne des Betrachters gekreuzt: Hören und Sehen. Dadurch ist eine langfristige Erinnerung in den Köpfen garantiert – genial!

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Volkswagen – Tourist

Wer kennt sie nicht, die typischen Touristenfotos vom schiefen Turm von Pisa beispielsweise. Täglich werden hunderte solcher Bilder geschossen; allerdings ist das Resultat trotz minutenlanger Anweisungen nicht immer erfolgreich. Teilweise entstehen auch lustige Fotopannen wie in dem Kampagnenmotiv von Volkswagen. Dies macht sich der Automobilhersteller zu Nutze und bewirbt mit OoH-Medien den neuen Parkassistenten von VW, mit dem der Kunde schnell und einfach die Parklücke immer richtig einschätzen kann.

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Amnesty International – Syrien

Seit 2011 herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Das Ausmaß der Katastrophe ist mittlerweile Beispiellos. Eines macht Amnesty International allerdings mit den drei aussagekräftigen Motiven deutlich, die Zerstörung liegt alleine in der Schuld des Menschen. Denn Naturkatastrophen wie Beispielsweise ein Tsunami, ein Erdbeben oder ein Hurricane gab es in Syrien zuletzt vor 1319 Jahren. Und überzeugt durch die bloße Kraft der Motive.

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Think outside the box!

Das haben sich auch die Macher der nächsten zwei Cases gedacht. Die Marken Mars und Nike beweisen, dass Außenwerbung extrem viel Potenzial in Puncto Kreativität und Innovation zulässt.

Mars – Skittles the Broadway Musical

Der Super Bowl gilt als die größte Bühne des Marketings. Wer da dabei sein will muss für einen 30 Sekunden langen TV-Spot an die fünf Millionen US-Dollar zahlen. Auch Mars mit deren Familienmarke Skittles ist dort traditionell vertreten. In diesem Jahr hatte das Unternehmen allerdings eine andere Idee: Statt das Geld in die Super Bowl-Werbung zu investieren, veranstaltete Skittles eine Gegenveranstaltung in Form eines 30-minütigen Broadway Musicals. Wie bei jedem guten Musical auch, nutzte Skittles die Welt des Out-of-Homes und belegte sowohl OoH am Times Square als auch gebrandete Busse mit der Veranstaltungsinformation. Innerhalb 72 Stunden wurden die Tickets, für die die Besucher bis zu 200 Dollar investierten, verkauft. Werbung mit über 2,5 Milliarden Impressionen – 25-mal mehr als bei einer durchschnittlichen Super Bowl Werbung – und einem Anstieg von 5,6% des Skittle-Konsums, chapeau.

Nike – Air Max Graffiti Stores

São Paulo ist bekannt als die Graffitihauptstadt der Welt, dies machte sich Nike für ihre Air Max Kampagne zu nutze. Für den limitierten Vorverkauf der neuen Nike Air Max lud der Sportartikelhersteller die Graffitikünstler ein, den Motiven ihrer Werke Schuhe aus der neuen Kollektion hinzuzufügen. Fans mussten dann die jeweiligen Graffitis besuchen, mit dem Smartphone abscannen und gelangten somit zum offiziellen Vorverkauf des jeweiligen Models. Eine Kombination aus Out-of-Home und Mobile und eine Idee, die Nike zum Erfinder eines ganz neuen Nutzungsweise macht.

Out-of-Home schafft Vertrauen

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von OoH-Medien und nutzen sie, um in der Öffentlichkeit Vertrauen aufzubauen. Denn Out of Home ist immer präsent, verlässlich und schließt niemanden aus. Diese Transparenz und Omnipräsenz schafft und steht für absolute Glaubwürdigkeit, dies weiß auch das Columbia Journalism Review.

Columbia Journalism Review – The Fake Newsstand

Täglich werden heutzutage, vor allem über die Sozialen Netzwerke, "Fake News" verbreitet. In den USA sind 2/3 der Amerikaner sogar der Meinung, das die Präsidentschaftswahlen 2016 durch Fake News beeinflusst worden sind. Vor diesem Hintergrund bauten die Autoren des Columbia Journalism Reviews einen eigenen Zeitungsstand im öffentlichen Raum auf und veröffentlichten einige der Falschmeldungen, die die Bürger über die Zeit online lasen und weitergaben, um somit die Wahrhaftigkeit der Nachrichten aufzudecken.

In Out-of-Home steckt eine Menge Potenzial, denn OoH-Medien können unter anderem sowohl ansprechend, auf den Punkt und glaubwürdig sein als auch lustig und innovativ. Wir haben nach diesen Kampagnen schon wieder eine große Vorfreude auf die kommenden Cannes Lions und sind gespannt welche Cases uns im nächsten Jahr wieder faszinieren. Habt Ihr einen diesjährigen Lieblingscase?

Autor: RA

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