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Deutsche bleiben dem LEH treu

Aussenwerbung

Im Dezember hat die Gesellschaft für integrierte Konsumforschung (GIK) die „b4ptrends“ herausgegeben und sich mit dem Konsumverhalten der Deutschen auseinandergesetzt.

Der Gewinner: Stationär

Beim Einkaufsverhalten spielt die Entscheidung, ob Supermarkt oder Discounter, kaum eine Rolle. Sie liegen mit 77 Prozent (Supermarkt) und 73 Prozent (Discounter) beinahe gleich auf und werden zum Großteil einmal wöchentlich besucht. Etwas mehr als die Hälfte der Konsumenten (56 Prozent) nimmt sogar mehrmals wöchentlich den Weg zum Einkaufen auf sich. Dabei ist für sie ausschlaggebend, dass der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in der örtlichen Nähe zu ihrem Wohnort ist.

Vor dem Einkauf informieren sich die Käufer über Wurfsendungen (57 Prozent), Anzeigen in Prospekten und Zeitungen (44 Prozent) oder über OoH-Werbung am Point-of-Sale (POS).

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Die Studie zeigt weiter deutlich, dass die Deutschen noch weit entfernt vom regelmäßigen Online-Food-Shopping sind. 80 Prozent der Befragten haben noch nie einen digitalen Einkaufskorb mit Obst, Joghurt und Co. gefüllt und zwei Drittel (63 Prozent) ziehen die digitale Alternative auch gar nicht erst in Betracht. Das hat vielerlei Gründe:

  • Verfechtung des Einkaufserlebnis an sich
  • Haptik, die im Vordergrund steht
  • hohe Lieferkosten und gesteigerte Produktpreise
  • geringere Frische der Lebensmittel
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Der Verlierer: Online

Gerade mal 20 Prozent der Deutschen ziehen die bequeme Online-Alternative dem klassischen Besuch im Supermarkt oder Discounter vor. Dafür schätzen sie aber vor allem die Bequemlichkeit (49 Prozent), die Flexibilität betreffend Uhrzeit des Einkaufs (31 Prozent), Lieferort und Lieferzeiten (23 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von Spezialitäten und (Sonder-)Angeboten (26 Prozent). Spannend ist, welchem Lieferanten die Konsumenten am meisten vertrauen: Fast die Hälfte (45 Prozent) der Bestellungen wird bei rewe.de getätigt und nur 24 Prozent greifen beim Online-Einkauf auf Amazon Fresh zurück.

Die Deutschen bleiben ihrem Lebensmitteleinzelhandel also treu. Entsprechend wird es vermutlich noch einige Zeit dauern, bis LEH-unabhängige Dienste wie Amazon Fresh zur ernsthaften Konkurrenz für den stationären Handel werden. Diese Entwicklung zeigt die stetige Relevanz von Werbung am Point-of-Sale auf. Alles hierzu und zur Trendanalayse des FAWs zu „Medien am POS“ findet ihr hier.

Wir wünschen frohes Offline-Shoppen!

Autor: NF

(Bildquelle: Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung)

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