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Nielsen: Der OoH-Markt Januar bis Oktober 2020

Aussenwerbung

Nielsen gilt als globaler Marktführer im Bereich Information und Marktforschung und hilft Unternehmen ihre Konsumenten und deren Verhalten zu verstehen. Das Unternehmen misst, was Konsumenten sich anschauen (Watch-Bereich). Zum Beispiel Werbung oder Programme und was sie kaufen (Buy-Bereich). Beispielsweise Marken und Produkte.

Die aktuelle Auswertung der Nielsen-Daten für den Zeitraum von Januar bis einschließlich Oktober 2020, gibt eine Übersicht über die aktuelle Out of Home-Marktsituation im Kontext zum Gesamtmarkt.

AUSSENWERBUNG TRIFFT AUSNAHMESITUATION

Ein Vorjahresvergleich zeigt, dass der Bruttoumsatz im Out of Home Bereich vom Jahr 2019 auf das Jahr 2020 um 8,5% gesunken ist. 2019 lag der Bruttoumsatz bei gut 1,95 Milliarden Euro, wobei er 2020 bei gut 1,78 Milliarden Euro liegt. Dies könnte an einem Abfall des Bruttoumsatzes auf dem Gesamtmarkt liegen. Hier gab es vom Jahr 2019 zum Jahr 2020 einen Rückgang von 6,5%.

In einer Gegenüberstellung des Out of Home Bereiches zu anderen Mediagattungen sieht man, dass der Marktanteil von Out of Home im Mediamarkt vom Jahr 2019 zum Jahr 2020 nur minimal geschrumpft ist - hier nur um 0,21%. Dies liegt aber vor allem am Online-Bereich, da dieser zum Jahr 2020 um gut 1% zugelegt hat, was man ebenfalls deutlich am Bruttoumsatz sehen kann. Dieser ist zum Jahr 2020 im Online Bereich um 82 Mio. Euro angestiegen und somit hat Online als einzige der klassischen Mediagattungen ein Wachstum zum Vorjahr erreicht (+2,7%).

Gleichzeitig hat sich auch der Marktanteil bei Radio und TV weiter ausgebaut, hier aber durchschnittlich nur um 0,20%.

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Detailansicht Out-of-Home-Jahresentwicklung

Am Marktanteil der Out of Home-Gattungen nach Mediengruppen sieht man deutlich, dass der Anteil von Plakaten im Jahr 2020 immer noch am größten ist. Darauf folgen Transport-Medien (24,77%) und AT-Retail-Medien (9,08%). Den kleinesten Marktanteil haben Ambient Medien mit 0,64%.

Wenn man sich nun die Umsatz-Veränderungen zum Vorjahr ansieht, wird deutlich, dass Ambient Medien in diesem Jahr einen sehr starken Rückgang haben (-70,4%). Dies ist aber natürlich der aktuellen Situation zu verschulden und könnte Aufschluss über den vorher beschriebenen Umsatzrückgang in der gesamten Out of Home Gattung geben. Auch bei den Plakaten und den Transport-Medien sieht man einen Rückgang der Umsätze, hier aber nur minimal um 9,4% bzw. 5,5%. Einen etwas größeren Unterschied gibt es bei den AT-Retail-Medien, hier gibt es einen Umsatzzuwachs von 5,9%.

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Bei der Verteilung der digitalen und analogen OoH-Medien liegen die analogen Medien auch im Jahr 2020 noch weit vorne, jedoch ist der Marktanteil der digitalen Medien um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

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Wenn man sich einen Vergleich der Bruttoumsätze zwischen September und Oktober ansieht, geht das Wachstum im Out of Home zwar immer noch etwas zurück, jedoch hat sich die Mobilität in Deutschland bis Ende Oktober weitgehend stabilisiert. Regionale, durch Corona bedingte Lockdowns sind zwar schwer kalkulierbar, doch Flexibilität der Marktteilnehmer macht OoH weiter zu einem sehr relevanten und attraktiven Werbemedium und mittlerweile haben sich die meisten im „New Normal“ eingelebt.

Autor: NH

Quelle: Fachverband für Aussenwerbung e.V. / Nielsen

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