News

Nielsenauswertung 1. Halbjahr 2019

Aussenwerbung

DOoH wächst bei den Werbeausgaben

In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres griffen Werbetreibende wieder etwas tiefer in die Taschen. So gaben Unternehmen und Advertiser laut der neuesten Zahlen der Analysten von Nielsen insgesamt fast 17 Milliarden Euro für Werbung aus. Damit stiegen die Bruttowerbespendings über alle Werbeformen hinweg um 0,9 Prozent zum Vergleichszeitraum.

Ein besonders großes Plus verzeichnet dabei der Bereich Out-of-Home. Denn Außenwerbung legte zwischen Januar und Juli 2019 in all ihren digitalen und analogen Formen und Formaten um sage und schreibe 10 Prozent zu. Und damit mehr als alle anderen Werbemediengruppen.

Wachstum OoH 2018-2019.png

Unterm Strich entspricht dieses Wachstum Bruttowerbeaufwendungen in Höhe von etwa 1,3 Milliarden Euro. Und damit schließlich sicherte sich Out-of-Home (OoH) einen Anteil von 7,6 Prozent an allen Werbeausgaben.

DOoH mit einem Drittel OoH-Marktanteil

Schaut man noch genauer auf die Werbeausgaben-Wachstumsschrauben bei der Außenwerbung erkennt man: Die digitalen Varianten der Draußenreklame – also allen voran Transport-Media, Roadside-Screens oder auch City Light Poster – konnten mit einem Zuwachs von 5 Prozent gut ein Drittel (bzw. 29 Prozent) zu den Werbespendings, die in Out-of-Home flossen, beitragen.

Wachstum OoH - Analog & Digital.png

Besondere starke Zugpferde waren dabei Transport-Media. Die Verkehrsstätten und Verkehrsmittelwerbung machte mit fast 279 Millionen Euro einen satten 75-Prozent -Anteil an der für digitale Außenwerbung getätigten Gesamtausgaben aus. Diese Spitzenposition sicherten sich die digitalen Transportmedien-Werbeflächen vor allem dadurch, dass sie im Vergleich zum Vergleichszeitraum um ordentliche 60,2 Prozent zulegten.

Anteil OoH-Medien.png

Wachstum OoH-Medien.png

Zudem drehten auch die digitalen Plakate (Roadside-Screens) dick ins Plus – und zwar um 26,3 Prozent, was einem Anteil von 12 Prozent an den gesamten Digital Out-of-Home (DOoH)-Werbeausgaben entspricht. Besonders die City-Light-Poster stachen bei den digitalen Plakaten stark heraus. Die in sie investierten Werbeausgaben machten nämlich 44 Prozent aller Reklamespendings in dieser Mediengruppe aus. Auf den weiteren Plätzen finden sich die Großflächen-Plakate mit einem Anteil von 31 Prozent und City-Light-Boards mit immerhin 17 Prozent.

Anteil Werbeträger.png

Werbespendings-Champions und zweite Gewinner

Wo viel Licht, da auch etwas Schatten. So ungefähr lassen sich das Wachstum oder eben auch die Rückgänge der Werbeausgaben für andere Medien umreißen. Da wäre beispielsweise das Fernsehen. Zwar liegt es mit Bruttowerbeaufwendungen von 8,84 Milliarden Euro immer noch unangefochten an erster Stelle, doch mit einem Plus von nur 0,1 Prozent zum Vormonat ist es um sein Wachstum eher schwach bestellt.

Wachstum Mediagattungen.png

Dennoch vereint die TV-Werbung mit 46,1 Prozent immerhin fast die Hälfte des Werbespendings-Kuchens auf ihrer Kuchengabel. Auf dem nächsten Treppchen folgen die Printmedien. Auf sie entfallen zwar über ein Viertel der Werbeeinnahmen, sie verlieren aber 2,2 Prozent zum Vergelichszeitraum. Leicht ins Plus dreht die Radiowerbung, die immerhin noch einen Anteil von etwas mehr als sechs Prozent an den Werbeausgaben in Deutschland hält.

Autor MR

(Quelle: FAW | The Nielsen Company (Germany) GmbH)

Verwandte Artikel
Diskutieren Sie über diesen Artikel
Required for comment verification
0 Kommentare