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Studie: Mobilität in Deutschland

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Was genau ist die Studie MiD?

Ein Jahr lang wurden etwa 155.000 Haushalte bundesweit zu ihrer Mobilität befragt. Daher dient die Studie vor allem der Verkehrsplanung und als Entscheidungsgrundlage für die Verkehrspolitik. Aber auch für die Werbebranche sind die Ergebnisse spannend, denn je mehr wir über die Mobilität von Zielgruppen wissen, desto besser können wir sie entlang der mobilen Customer Joruney begleiten. Für die Studie wurden Einwohner aller Altersklassen befragt – ausgewählt nach Zufallsverfahren. Um jahreszeitliche und saisonale Schwankungen abzudecken, wurden die Befragungen über einen Zeitraum von zwölf Monaten durchgeführt.

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Wie oft, wie weit und wie lange sind wir unterwegs?

Im Jahresverlauf sind durchschnittlich 85 Prozent der Menschen unterwegs; etwas weniger als im Jahr 2008. Ausschlaggebend für diese Veränderungen ist eine geringere Mobilitätsquote bei Kindern und Jugendlichen sowie in einkommensschwachen Haushalten. Im Schnitt legen wir weniger Wege pro Tag zurück. Diese sind jedoch etwas länger und nehmen mehr Zeit in Anspruch als noch vor einigen Jahren.

Wenn wir aber unterwegs sind, legen wir durchschnittlich etwa 3,1 Wege zurück, für die wir rund 80 Minuten benötigen. Dies bedeutet ein tägliches Verkehrsaufkommen von rund 260 Millionen Wegen und 3,2 Milliarden Personenkilometern in Deutschland.

Wie steht es um den Zugang zu Auto, Fahrrad, Bus und Bahn, sowie um den Fußverkehr?

Die Anzahl der deutschen Haushalte steigt zwar, jedoch sinkt die Haushaltsgröße: Im Schnitt leben zwei Personen in einem Haushalt. Dennoch steigt die Zahl der Pkws je Haushalt, sodass in privaten Haushalten gut 43 Millionen Autos zur Verfügung stehen. Diese Niveau hängt allerdings sehr von der Wohnregion ab. In Metropolen wie Hamburg oder München haben vier von zehn Haushalten kein Pkw, in ländlichen Regionen hingegen zählt bei 90 Prozent der Haushalte ein Auto zur Grundversorgung. Fast 40 Prozent können sogar auf zwei oder mehr Fahrzeuge zugreifen. Auch die Fahrradflotte in Deutschland wächst beständig: Seit 2002 fahren über 5 Millionen Drahtesel mehr auf den Straßen und auch der Anteil an Elektrorädern steigt deutlich.

Aktuell nuten 6 Prozent der Deutschen weder Busse noch Bahnen – dieser Anteil hat sich seit 2008 verringert. Der Anteil der regelmäßigen Pendler mit einer Zeitkarte steigt auf 22 Prozent. In den Metropolen ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch die der Fahrräder stärker gestiegen als im Bundesschnitt.

Der Fußweg stellt eine oft unterschätzte Mobilitätsoption dar. Obwohl der Anteil der Zufußgeher sinkt, wird immer noch jeder fünfte Weg mit den Beinen zurückgelegt. 33 Prozent der Befragten ab 14 Jahre treten nach eigener Angabe sehr gerne Wege zu Fuß an.

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Welche Verkehrsmittel nutzen wir?

Durch die verbesserte Infrastruktur wächst die Nutzung von Fahrrädern und des öffentlichen Verkehrs deutlich an – der Fahrradanteil insgesamt auf 11 und der ÖV-Anteil respektiv auf 10 Prozent. Dies unterscheidet sich aber deutlich zwischen urbaner und ländlicher Region. Vor allem die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin weisen höhere Radverkehrs- und ÖV-Anteile auf.

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Warum sind wir unterwegs?

Selten sind wir nur des „Unterwegsseins“ wegen unterwegs – außer wir gehen spazieren–, meistens werden die Wege aus einem bestimmten Grund zurückgelegt. Durch ein höheres Beschäftigungsniveau bei einer gleichbleibenden Bevölkerungsgröße steigen die Arbeitswege, ebenso wie Wege, die während der Arbeitszeit zu dienstlichen bzw. geschäftlichen Zwecken zurückgelegt werden. Prozentual gesehen müssen bei diesen Zugewinnen die übrigen Wegeanlässe im Anteil etwas verlieren: Freizeitwege sinken von 32 auf 28 Prozent, Einkaufswege von 21 auf 16 Prozent. Der Wegzweck "Erledigungen" allerdings wächst von 12 auf 14 Prozent. Dies drückt sich in der Zahl der täglichen Personenkilometer aus.

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Fazit

Zusammenfassend zeigen diese Studienergebnisse, dass wir im Schnitt weniger Wege pro Tag zurücklegen, da wir die meisten Angelegenheiten auf einem Weg erledigen können. Wir gehen auf dem Weg zur Arbeit bei der Post vorbei und auf dem Heimweg noch kurz zur Bank und zum Einkaufen. Immer seltener erledigen wir diese Dinge auf einem einzelnen Weg. In den ländlichen Regionen bleibt die Pkw-Nutzung hoch, in den Metropolen werden immer mehr Wege mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.

Wenn Ihr euch noch tiefer in das Thema einlesen möchtet, findet Ihr hier alle Infos zur Studie und ihre Ergebnisse.

Autor: NF

(Bildquellen: Mobilität in Deutschland)

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