News

Teil-Lockdown im November: Was bedeutet das für die Frequenzen?

Aussenwerbung

Frequenzreport von Weischer

Rückblick:

  • Seit der KW 12 (Start des Lockdowns) haben wir wöchentlich die Frequenzen in Deutschland gemessen und reportet.
  • Die Ergebnisse basieren auf unseren mobilen App-Daten und den mit diesen Daten in Echtzeit ermittelten Frequenzen um die von uns im Vorhinein definierten Standorte. Die Auswertungen erfolgten auf der Tagesebene.
  • Wir gewichteten dabei alle Ergebnisse unserer Analysen auf den Mittelwert des Zeitraums vor Corona vom 06.01. bis zum 02.02.2020.
  • Die bisherige Stichprobe umfasste rund 100 Messpunkte in 10 verschiedenen Orten aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und aus 3 verschiedenen Ortsgrößenklassen.

Ausblick:

  • In den bisherigen Reports haben wir immer nur „retrospektiv“ über die Mobilität der jeweils letzten Woche berichtet.
  • Bei unserem neuen Ansatz werden wir aus diesen Erfahrungen „Näherungswerte“ abzuleiten, die auf dem Vergleich der Maßnahmen des Frühjahres und den nun erfolgten Beschlüssen zum „Teil-Lockdown“ basieren.

Mobilität bleibt erhalten

Lockdown Frühjahr 2020 – das blieb geöffnet: LEH, Drogerie, Apotheken, Bumärkte und ÖPNV mit reduziertem Fahrplan

Teil-Lockdown im November 2020 – das bleibt geöffnet: Kitas & Schulen, LEH, Drogerien, Apotheken, kompletter Einzelhandel, Baumärkte, prod. Gewerbe, Büros und ÖPNV

Erster Lockdown, Frequenz Mittelwert 65

Während des umfassenden Lockdowns im Frühjahr (Mitte März bis Ende April) waren nahezu alle Geschäfte (mit Ausnahme des LEH und der Baumärkte) ebenso auch Schulen und Kindergärten geschlossen. Um eine möglichst breite statistische Basis zu erhalten, haben wir die Indexwerte der Gesamtstichprobe (jeweils 100 Messpunkte pro Woche) der Wochen 12 bis 18 gemittelt und kommen auf einen Referenzwert für den Frühjahrslockdown von Index 65. In den KW 39 bis 43 haben wir Frequenzen nicht selbst erhoben, aber aus externen Quellen eingefügt.

Frquenprognose NOvember.png

Zweiter Teil-Lockdown im November, Frequenz Schätzung ca. 80

In dem aktuellen Szenario sind die Einschränkungen ebenfalls erheblich, aber trotzdem deutlich milder für die öffentliche Mobilität. Kinder und Jugendliche können Kitas und die Schulen besuchen und dadurch sind auch die betreuenden Elternteile deutlich mobiler. Zudem sind generell sehr viele Groß- und Einzelhändler geöffnet. Da lediglich 30 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland homeoffice-fähig sind, bleibt berufliche Mobilität weitgehend erhalten.

Wir schätzen, dass sich der Mobilitäts-Index im Durchschnitt im November deutlich höher einpendeln wird, als dies während des Frühjahrs-Lockdowns der Fall war (Mobilitäts-Index bei gut 80 Indexpunkten). Im Dezember erwarten wir ohne die aktuellen Teil-Lockdown-Regelungen einen Index auf mindestens Vorjahres-Niveau, wenn nicht sogar höher („Superkompensation“), da die Bevölkerung sich Mobilität zurückerobert.

Fazit

Die Frequenzen werden im November zwar wieder leicht absinken, jedoch nicht so stark wie während des ersten, viel umfangreicheren Lockdowns. Wir nutzen als Basis unseren Frequenzreport (KW 12-39) und sehen dort einen Mittelwert von Index 65 bei den Frequenzen während des ersten Lockdowns. Ausgehend von den schwächeren Maßnahmen des „Teil-Lockdowns“ im November schätzen wir ein Absinken der Frequenzen auf einen Indexwert von ca. 80.

Je nach Verlauf der nächsten Wochen aktualisieren wir die Werte entsprechend den tatsächlichen Verläufen. Daraus können sich auch veränderte Prognosewerte ergeben.

Autor: NFö

Verwandte Artikel
Diskutieren Sie über diesen Artikel
Required for comment verification
0 Kommentare