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Kinojahr 2018: Unser Rückblick

Kinowerbung

Kino ist für uns WerbeWeischer-Mitarbeiter mehr als Arbeit. Wir lieben Kino und die Emotionen, die über die große Leinwand transportiert werden. Ob Action, Thriller, Hollywood-Blockbuster oder kleine Arthouse-Produktionen – wir sind offen für alles und lassen uns gerne überraschen. Hier verraten Euch Janina Währer (Managerin Film-/Prognosedaten), Nicole Canjé (Teamleiterin Agenturvertrieb), Thomas Jusinski (Teamleiter Agenturvertrieb), Heide Penningsdorf (Content-Managerin), Carolin Steck (Projektmanager Below-the-Line), Vivian Tönnies (Media Einkauf) und Christina Meier (Sales Trainee), welche Filme sie 2018 besonders begeistert haben.

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Welches war Dein Kino-Highlight des Jahres?

Thomas: „Bad Times at the El Royale” sollte es werden. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen! Vielleicht waren sie so hoch, dass der Film dem gar nicht gerecht werden konnte. Als ich aus dem Kino kam, war ich enttäuscht, weil ich ein kleiner Nerd bin und rund 15 Minuten für verbesserungswürdig hielt. Etwas mehr Blut oder Gewalt hätten gereicht, um mich in dem finalen Wendepunkt des Films mit der Spannung anzustecken. Leider passierte das nicht. Letztendlich war dies aber auch der einzige Makel des Films. Ansonsten ist er top besetzt, die Zeitsprünge sehr gesetzt, die Kulisse erstklassig gewählt, und die wahren Begebenheiten, die der Film anreißt, sind sehr interessant. Also auch wenn ich direkt nach dem Kinobesuch etwas motzig war, landet dieser Film für mich in diesem Jahr noch vor „Ready Player One“, „Three Billboards Outside Missouri“ oder „A Beautiful Day“.

Christina: Ich muss gestehen, Highschool-Musical hat mich nie gepackt, aber ein singender Zac Efron? Oh ja, immer wieder gern! Sein Gesangstalent hat er in meinem absoluten Jahres-Highlight „The Greatest Showman“ unter Beweis gestellt. Definitiv ein Film, der besonders auf der großen Kinoleinwand mit berauschendem Sound seine volle Wirkung entfalten kann!

Janina: „Bohemian Rhapsody“! Bereits im Vorfeld des Films habe ich mich beruflich mit vielen Facts zum Film, zu Freddy Mercury und der Band Queen beschäftigt und war oftmals überrascht. Wer hätte gedacht, dass Freddy vier zusätzliche Zähne im Oberkiefer hatte und er überzeugt davon war, dass sie zum besonderen Klang seiner legendären, vier Oktaven umfassenden Stimme beitrugen? Ein Forschungsteam hat 2016 eine Studie durchgeführt, um Freddies einzigartige Stimme zu analysieren. Nach dem Kinobesuch musste ich mir erst mal den echten Auftritt der Band beim Live Aid Konzert anschauen. Die vielen Konzertausschnitte haben gezeigt, wie toll Kino sein und für Gänsehaut sorgen kann!

Nicole: Für mich auch „Bohemian Rhapsody“. Ich habe selten so viele Emotionen in einem Kinosaal gespürt. Ein Film, der zeigt, dass es Menschen gibt, die eine unfassbare, nicht erklärbare Kreativität haben. Die Musik ist schon lange nicht mehr in den Top Ten, doch in diesem Moment sind 250 Menschen, die mit mir den Film genießen einfach nur gebannt. Jeder erlebt jeden Song, als ob er ihn das erste Mal hört. Die Entstehungsgeschichte einzigartiger Lieder wird deutlich, und die Charaktere zeigen das Zusammenspiel eines „Teams“. Der Ruhepol, die Diva, der informelle Führer, der Diplomat – in jedem Team gibt es Hochs und Tiefs. Für mich: Mein Kino-Highlight 2018!

Carolin: Ich hatte im Vorfeld schon das Buch „Call me by your name“ gelesen und mich deshalb sehr auf den Film gefreut. Die Verfilmung ist wirklich großartig gelungen, sehr einfühlsam gespielt und hat die Stimmung aus dem Buch super transportiert.

Vivian: „A Star is Born“. Lady Gaga und Bradley Cooper und alle Nebendarsteller spielen einfach großartig, und der Soundtrack begleitet mich noch weiter. Der Film hat mich sehr berührt und mitgenommen, er hat einfach eine besondere Energie. Mein Kinojahr begann schon mit „The Greatest Showman“, der ja irre lange in den Kinos lief, mit speziellen Sing-Along Versionen. Und gerade ist ein neues Album auf dem Markt, in dem bekannte Musiker die Lieder aus dem Film nochmal neu aufgenommen haben.

Heide: Mein Kinohighlight war nicht ein Film, sondern drei – alle an einem Abend! Eigentlich wollte ich „Thelma“ von Joachim Trier anschauen, hatte mich aber vertan, und es lief „Lucky“, der letzte Film mit Harry Dean Stanton. Der Film ist liebevoll, schön und ein bisschen traurig. Ich blieb im Kino, um doch noch „Thelma“ anzuschauen und wurde enttäuscht. Ein Coming-off-Age Drama mit einem übernatürlichen Twist. So konnte ich nicht nach Hause gehen! Ich habe mir ein Bier gekauft und noch ein Ticket für „The Florida Project“ von Sean Baker. Und dann lande ich zum krönenden Abschluss in einem der besten Filme, den ich seit langem gesehen habe. Die Stimmung von „Lucky“ überfällt mich hier noch mal stärker: es ist so schön und so traurig und so perfekt. Ich weine halb melancholisch, halb glücklich im Kino vor mich hin. Dass der Film dann noch ein wunderschönes Ende hat, machte diesen ganzen Kino-Abend für mich perfekt.

Welcher Film hat Dich 2018 besonders überrascht?

Thomas: Ich habe in keinem Film dieses Jahr mehr gelacht als in „I, Tonya!“, und damit habe ich nicht gerechnet. Margot Robbie als die White Trash Prinzessin und Allison Janney als White Trash Königin…ich habe mich herzlich amüsiert. Absolut sehenswert!

Carolin: Mich hat auch „I, Tonya“, der Film über die Eiskunstläuferin Tonya Harding, positiv überrascht. Kamera, Musik, Schauspieler - hier hat echt alles gestimmt und mich hat der Film über die gesamten 120 Minuten richtig gefesselt. Und das, obwohl man wusste wie es ausgeht.

Janina: Überraschend war der Flop von „Solo: A Star Wars Story“. Zum Start des Films war ich im Urlaub, wollte den Film danach den schlechten Kritiken zum Trotz dennoch auf der großen Leinwand sehen. Mein Mann, der nicht ganz so kinoaffin ist, meinte nur „Es gibt einen ‚Star Wars‘ im Kino?“. Da ist marketingtechnisch wohl ordentlich etwas schiefgelaufen, denn mein Mann war nicht der Einzige, der nicht wusste, dass ein Star Wars-Film im Kino lief…

Christina: Ich wurde 1992 geboren und habe damit die großen Jahre von „Queen“ definitiv verpasst. Ich habe mich mit der Band nie befasst, doch als ich in „Bohemian Rhapsody“ saß, wurde mir bewusst, wie viele Lieder ich kenne und schon mehrfach mitgegrölt habe. Rami Malek hat meiner Ansicht nach einen OSCAR verdient für seine grandiose Darstellung des Freddie Mercury!

Nicole: „Der Vorname“. Ein Film, der im Trailer schon verriet, dass es um einen äußerst kritischen Vornamen geht. Eine deutsche Komödie und dann auch noch das Thema in Zeiten von AfD, Pegida und weiteren rechten Bewegungen. Irgendwie hat es mein Mann geschafft, mich zu überreden. Christoph Maria Herbst hat die Rolle des Literaturprofessors einfach fabelhaft verkörpert. Florian David Fitz hat mit solch einer Selbstverständlichkeit gespielt. Einzig und allein Janina Uhse hat am Ende Menschlichkeit verkörpert! Die Menschen mal zu lassen, wie sie sind, und Verständnis zu haben für ihre Eigenheiten. Eine ganz einfache, aber zauberhafte Aussage wurde deutlich: Nehmt das Leben doch nicht so schwer. Eine Portion Leichtigkeit hat noch keinem geschadet. Was soll ich sagen: Ich habe selten so gelacht!

Vivian: Ich hätte nicht gedacht, dass mich „Mission Impossible: Fallout“ überraschen kann, aber der Film hat es einfach geschafft, seinem schon spektakulären Vorgänger noch eine ordentliche Schippe an Action drauf zu legen. Mir stand oft der Mund offen angesichts der atemberaubenden Stunts. Besonders um das Wissen, dass Tom Cruise die Stunts fast alle selber gemacht hat.

Heide: Lynne Ramsays „A Beautiful Day“ war sehr gut, aber das war eigentlich keine Überraschung. „Lady Bird“ von Greta Gerwig schon eher. Von dem halb autobiografischen Regiedebut der Schauspielerin mit Saoirse Ronan in der Hauptrolle hatte ich tatsächlich nicht erwartet, dass es so gut ist. Ich stehe ‚actor turns director‘-Situationen eher kritisch gegenüber. Überraschend schlecht war „Solo: A Star Wars Story“. Ich hatte kein Meisterwerk erwartet, aber auch nicht, dass ich wütend aus dem Kino komme und meinem Fandom abschwöre, das eigentlich dafür sorgt, dass ich diesen Filmen gegenüber doch sehr nachsichtig bin.

Auf welchen Film freust Du Dich in 2019 besonders?

Janina: „Once Upon a Time... in Hollywood“. Allein das erste Foto von den Hauptdarstellern Leonardo DiCaprio und Brad Pitt hat bereits Kultcharakter und ist für mich Grund genug, den Film zu gucken. Und dann kommen da ja noch Al Pacino, Kurt Russell, Margot Robbie, James Marsden, Luke Perry, Dakota Fanning u.v.m. Auch Burt Reynold war für eine bedeutende Rolle im Film vorgesehen, verstarb dann jedoch leider zu früh! Der Film könnte Quentin Tarantinos vorletztes Projekt sein, da er angekündigte, nach dem zehnten Film in Rente zu gehen.

Christina: Das ist ganz klar für mich – „Dumbo“! Ein echter Disneyheld aus den 40er Jahren bekommt 2019 eine Realverfilmung, und schon die Musik im Trailer löst bei mir Gänsehaut aus. Ich stelle mich, gewappnet mit Taschentüchern, auf ein großes, buntes Tim Burton Kinospektakel ein. Flieg kleiner Elefant, flieg!

Nicole: „Once upon a time in Hollywood“, den neunten Film von Quentin Tarantino. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt – wow, das kann ja nur ein Highlight werden. Eigentlich handelt der Film von einem tragischen Thema, den Manson Morden 1969. Doch auch die Hippiebewegung wird sicher Teil des Filmes werden. Ich bin sehr gespannt, wie er das in Einklang bringt.

Vivian: Besonders interessieren mich die Auflösungen zweier Filme: Ich möchte sehen, wie die verbliebenen Avengers gegen Thanos kämpfen, die Auslöschung der halben Galaxie rückgängig machen und wer diesen Endkampf überlebt. Und ich möchte endlich wissen, wohin die Drachen bei „Drachenzähmen leicht gemacht 3“ verschwinden und wieso sie nicht mehr auf der Insel Berk leben. Ohnezahn ist einfach eine meiner Lieblingsfilmcharaktere.

Carolin: Zum einen bin ich sehr gespannt auf „Beautiful Boy“ mit Timothée Chalamet, der mich schon in „Call me by your name“ sehr überzeugt hat. Das Drama um einen drogensüchtigen Jungen und seinen Vater basiert auf wahren Begebenheiten und wird bereits als OSCAR-Kandidat gehandelt. Als Kontrastprogramm dazu freue ich mich auf die Fortsetzung von „Shaun das Schaf“. Nach vier langen Jahren gibt es endlich mehr von Shaun und seinen Freunden.

Heide: Ich freue mich sehr auf „Ad Astra“ von James Gray und gehe davon aus, dass er gut wird. James Gray hat in meinen Augen noch keinen schlechten Film gemacht, aber das dachte ich von Joachim Trier auch. Es bleibt also spannend in meiner Indie-Nische. Und dann gibt es noch „Star Wars: Episode IX“. Ich kann es nicht lassen. Trotz „Solo“ freue ich mich unglaublich darauf und sehe mich dann doch wieder bei einer Mitternachtspremiere ein Triple-Feature schauen.

Thomas: Worauf ich 2019 gespannt bin? Das ist einfach… auf den neunten Tarantino! Was soll ich dazu noch schreiben …es ist ein fuckin‘ Tarantino! Der Typ hat’s einfach drauf! Egal, ob es der beste Bruce Willis Film ist, den ich je gesehen habe („Pulp Fiction“), das Schwarz-Weiß-Massaker im Gonpachi („Kill Bill“) oder die „das D ist Stumm“ Konversation („Django“). Also: Ich freue mich jetzt schon tierisch auf Mitte August!

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