Blickwinkel

Musikfilme rocken die große Leinwand

Kinowerbung

Als einer der Headliner bei „Rock im Park” und „Rock am Ring“ brachten sie erst kürzlich die Massen zum Toben. Jetzt erobert die britische Band Muse die deutschen Kinos: Am 12. Juli um 20 Uhr zeigen die UCI Kinos einmalig die Höhepunkte der gefeierten „Drones World Tour“ von Muse auf der großen Kinoleinwand. Aufgezeichnet während mehrerer Konzerte 2016, zeigt der Film die 360°-Performance, die Muse auf einer runden Bühne in der Mitte der Arenen spielte. Doch dieser Konzertfilm ist nur einer von vielen spannenden Musikfilmen, die uns im zweiten Kinohalbjahr begeistern werden.

Das absolute Highlight ist sicherlich „Mamma Mia 2! Here We Go Again“ (Kinostart 19. Juli), die Fortsetzung des Musical-Hits „Mamma Mia!“, der im Sommer 2008 über vier Millionen Zuschauer begeisterte, und den wir Euch hier bereits als möglichen Sommer-Kino-Hit 2018 präsentiert hatten. Musikalisch geht es auch in der französischen Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ zur Sache (26. Juli), in der Musikproduzent Nicolas eine Band an die Spitze der Charts führen soll, die aus einem Pfarrer, einem Rabbi und einem Imam besteht. Das Rock-Pop-Trio namens „Koexistenz” feiert schnell erste Erfolge, aber alle haben unterschätzt, wie viel Konfliktpotential die musikalische Vereinigung dreier Religionen in sich birgt.

Filmadaption mit 90 Jahren Verspätung

„Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht…” ist wohl eines der bekanntesten Lieder aus Bertold Brechts „Dreigroschenoper“, die im August 1928 in Berlin uraufgeführt wurde. Das Stück wurde zum vollen Erfolg und sollte schon damals verfilmt werden. Was 1929 scheiterte, wurde knapp 90 Jahre später umgesetzt. In „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ (13. September) stellt Regisseur und Drehbuchautor Joachim Lang die wahre Geschichte des fehlgeschlagenen Adaptionsversuches den Liedern und der Handlung der Dreigroschenoper gegenüber.

Die ebenfalls wahre Geschichte von Sänger Bart Millard, dem Sänger der christlichen Band MercyMe, wird im Familiendrama „I Can Only Image“ (27. September) erzählt. Mit seinem Song „I Can Only Imagine“ gelang ihnen nicht nur der Durchbruch, sondern auch einer der größten Hits der christlichen Popmusik. Um den ersten großen Erfolg geht es auch im romantischen Musical „A Star Is Born“ (4. Oktober). Schauspieler Bradley Cooper gibt hier nicht nur sein Regiedebüt, sondern entdeckt als Country-Star Jackson Maine das musikalische Talent der unbekannten Ally (Lady Gaga). Während Ally über Nacht zum Star wird, verblasst Jacksons Ruhm weiter, womit sich dieser nur schwer abfinden kann.

Das Kino-Comeback der Rocklegende

„We Will Rock You“, „We Are the Champions“, „Bohemian Rhapsody“ sind nur drei der zeitlosen Rock-Klassiker, die die Band Queen um ihren charismatischen und mit 45 Jahren viel zu früh verstorbenen Sänger Freddie Mercury der Ewigkeit geschenkt hat. Rami Malek schlüpft ins weiße Feinripphemd und verkörpert in „Bohemian Rhapsody“ (1. November) den legendären Frontmann. Der Film zeigt die wichtigsten Stationen im Leben von Freddie Mercury und der Band Queen – mit dem musikalischen Höhepunkt, dem Auftritt beim Live Aid-Festival im Jahr 1985.

Im Spätherbst wird in „Der Nussknacker und die vier Reiche“ (1. November) die junge Clara (Mackenzie Foy) durch magische Weise in eine zauberhafte Welt transportiert, die von Lebkuchensoldaten, Zuckerfeen (Keira Knightley) und einer Mäuse-Armee bevölkert ist. Alles beginnt damit, dass ihr Pate Drosselmeyer (Morgan Freeman) sie zu Weihnachten mit einem besonderen Geschenk bedenkt: einem Nussknacker.

Ebenfalls sehenswert ist „So viel Zeit“ (22. November), die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Frank Goosen, rund um eine Männer-Clique (u. a. Jan Josef Liefers, Armin Rohde, Jürgen Vogel), die eine Rockband gründen, um beim 25-jährigen Abi-Treffen gemeinsam die Bühne zu rocken.

Rechtzeitig zur Adventszeit gibt es für die jüngeren Kinogänger ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren: Mit „Tabaluga – Der Film“ (6. Dezember) kommt das berühmte Drachen-Musical von Peter Maffay als 3D-Animationsfilm auf die große Leinwand. Was 1983 als Konzept-Album von Peter Maffay begann, entwickelte sich zu einem Riesenerfolg: Fünf weitere Alben folgten, 1994 gab es die erste Tournee, es entstand eine deutsch-australische Zeichentrickserie, die im In- und Ausland im TV ausgestrahlt wurde, und mit Tabaluga tivi bekam der kleine Drache zudem seine eigene Unterhaltungssendung. Und auch Disney legt eines seiner beliebtesten Musicals fürs Kino neu auf: Mary Poppins (Emily Blunt) greift in „Mary Poppins Rückkehr“ (20. Dezember) einmal mehr zum Regenschirm und zeigt den nun erwachsenen Kindern der Familie Banks, Jane und Michael, wie man Kinder (und Eltern) richtig erzieht.

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