Blickwinkel

Unnützes Kinowissen fürs Kaffeekränzchen

Kinowerbung

Wusstet Ihr eigentlich, ...

  • … dass „Avengers: Endgame“ die Kassen klingeln lässt und gleich am Startwochenende weltweit 1,2 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt hat? In gleich 54 Ländern war der fast dreistündige Streifen die Nummer eins. Kein Wunder: „Avengers: Endgame“ ist das lange erwartete Finale der Serie von insgesamt 22 Filmen, die sich über 11 Jahre erstreckte, in dem sich alle Superhelden ein letztes Mal vereint gegen das Böse stellen.
  • … dass die charmante Komödie „Glam Girls – Hinreißend verdorben“ (seit 9. Mai im Kino), in der Rebel Wilson und Anne Hathaway gemeinsam Jagd auf Millionäre machen, ein Remake des Films „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ ist? Im Original aus dem Jahre 1989, das eigentlich auch schon ein Remake war, nehmen Steve Martin und Michael Caine als Hochstapler eine reiche Dame nach der anderen aus.
  • … dass die „Old Shatterhand“-Melodie aus „Der Schatz im Silbersee“ ein wahrer Chartstürmer war? 1962 stand die berühmte Melodie, die auch heute in keinem Filmmusik-Konzert fehlen darf, 17 Wochen an der Spitze der deutschen Charts und wurde mehr als 100.000 Mal verkauft. Komponiert hat sie Martin Böttcher, der bei zehn Karl-May-Kinofilmen für die Musik zuständig war und insgesamt zu mehr als 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen die Musik geschrieben hat. Martin Böttcher, im April im Alter von 91 Jahren gestorben, war einer der erfolgreichsten Filmkomponisten Deutschlands.

  • … dass Kinobesuche nicht nur Spaß machen, sondern auch gut für unsere Gesundheit sind? Britische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Kinobesuche im Alter vor Depressionen schützen können. Da über 65jährige Briten häufig unter Depressionen leiden, haben Psychologen des University College London 2.148 Frauen und Männer im Alter über 50 Jahren über ein Jahrzehnt lang beobachtet. Bei 616 von ihnen wurden am Ende der Studie Depressionen diagnostiziert. Was hat dieser Verlauf mit Kino zu tun? Die Wissenschaftler haben die Studienteilnehmer zu ihren Freizeitaktivitäten befragt und festgestellt, dass die 616 an Depression erkrankten Menschen niemals im Kino oder Theater gewesen sind. Lösen ältere Menschen mindestens einmal im Monat ein Ticket für einen Film oder eine Aufführung, reduzieren sie die Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden, um fast 50 Prozent. Nähere Infos zur Studie sind auf der Internetseite des „British Journal of Psychiatry“ zu finden.
  • … dass das US-Filmstudio Warner Bros. Trumps Wahlwerbung gestoppt und Medienberichten zufolge rechtliche Schritte gegen US-Präsident Donald Trump eingeleitet hat, weil dieser „Batman“- Musik für ein auf Twitter verbreitetes Wahlkampfvideo genutzt haben soll? Das Video für den Wahlkampf 2020 war mit der Filmmusik zu „The Dark Knight Rises“ (2012) unterlegt. Da die Nutzung aber nicht autorisiert war, wurde das Video auf Anfrage des Urheberrechtsbesitzers gesperrt. Bis dahin hatte es jedoch schon 2,3 Millionen Abrufe.
  • … dass der Fälschungsskandal um Ex-Spiegel-Redakteur Claas Relotius in die Kinos kommt? Während „Spiegel“ und weitere namhafte deutsche Medien die Folgen der Affäre noch aufarbeiten, ist die Filmbranche schon einen Schritte weiter. Laut einem „FAZ“-Bericht soll sich die Produktionsfirma Ufa Fiction bereits die Verfilmungsrechte an dem neuen Buch „Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus“ von Juan Moreno gesichert haben, das im Herbst dieses Jahres im Rowohlt Berlin Verlag erscheinen wird. Der Spiegel-Reporter Moreno hatte auf eigene Faust eine Geschichte nachrecherchiert, an der er zuvor gemeinsam mit Relotius gearbeitet hatte, und dabei Unstimmigkeiten entdeckt.
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