Blickwinkel

Wie funktioniert das? Auf der Leinwand erklärt!

Kinowerbung

Wer weiß, was die Knappschaft ist? Ein Geheimbund vielleicht? Ein Ritterorden? Ein Rockerclub? Wir können verraten: nichts von alledem. Eifrige Kinogänger aber wissen es inzwischen: Die Knappschaft ist eine Krankenversicherung. Ein 60-Sekünder auf der großen Leinwand sorgt für Klarheit. Das Beispiel zeigt: Wollen Unternehmen in ihrer Kommunikation erklärungsbedürftige Inhalte vermitteln, müssen sie im Kino werben.

Die Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungswesen – auch so ein Thema, das sich nicht gerade fürs Storytelling anbietet. Der gemeinnützigen Bildungsinitiative Teach First Deutschland gelingt trotzdem der Dreh – mit einem authentischen Bewegtbildformat fürs Kino, in dem in 100 Sekunden die hohe Relevanz von Bildung gerade für benachteiligte Jugendliche sehr emotional erklärt wird. Ziel des Kinoformats: Fellows für Brennpunktschulen rekrutieren.

Was ein städtisches Versorger so alles macht

Gerade auf regionaler Ebene – sei es im Rahmen von Corporate Purpose-Maßnahmen eines Unternehmens oder bei Business-to-Business-Aspekten – sind Spots im Kino das Mittel der Wahl, um erklärungsbedürftige Inhalte unterhaltsam zu transportieren. Versorgungsunternehmen beispielsweise haben oftmals einen hohen Aufklärungsbedarf. Die wenigsten Bürger wissen nämlich, was Stadtwerke oder regionale Energieversorger überhaupt leisten. Die Stadtwerke Bad Salzuflen beschlossen deshalb, diesen Missstand zu ändern – mit einem knapp vierminütigen Film, der den Kinobesuchern in hoch emotionalen Bildern die ganze Bandbreite des städtischen Versorgers aus Nordrhein-Westfalen erklärt.

Auch der Hersteller einer Software-Lösung für Arztpraxen setzte statt der üblichen textlastigen Printanzeigen in einschlägigen Fachmedien auf Bewegtbild im Kino: Ein informativer Werbespot auf der großen Leinwand zeigte auf charmante, augenzwinkernde Weise, wie unkompliziert und zeitgemäß die Software im Praxiseinsatz arbeitet.

Weltweite Aufklärung zum Thema Freundschaft

Doch nicht nur regionale Unternehmen oder Anbieter aus Business- und Fachbereichen vertrauen ihre erklärungsbedürftigen Inhalte der Kinoleinwand an. Selbst globale Digital Player nutzen das traditionelle Storytelling-Medium Kino, um den Nutzern ihre „Philosophie“ näherzubringen.

Wie zum Beispiel Snapchat das Thema Freundschaft: Der Instant Messaging-Dienst startete zum diesjährigen Internationalen Tag der Freundschaft am 30. Juli die weltweite Kampagne „Real Friends“, um mit „echten“ Darstellern und Geschichten über Menschen aus aller Welt die Vielfalt (und Vielschichtigkeit) von Freundschaften zu inszenieren – in Zeiten von nicht selten vierstelligen Freundschaftszahlen in sozialen Netzwerken ein sehr aktuelles Thema. Neben Hörfunk und Print ist Bewegtbild in digitalen Kanälen und im Kino ein wichtiger Baustein bei dieser inhaltsgetriebenen Snapchat-Werbung, die ab Herbst auch in deutschen Kinos zu sehen sein soll.

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