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Fiji Girl stiehlt Golden Globe Stars die Show

Kinowerbung

Was muss man tun, um auf sämtlichen Promi-Fotos der diesjährigen Golden Globe Awards vertreten zu sein? Ein Tablett mit Wasser tragen – und gut aussehen. So wurde schon im Laufe des Abends deutlich, dass das meist fotografierte Gesicht der diesjährigen Verleihung nicht Dakota Fanning, Nicole Kidman oder Cody Fern gehörte, sondern einem Model, welches im Auftrag von Fiji Water die Schar der über den roten Teppich defilierenden Prominenten mit Wasser versorgte.

Guerrillastrategie Photobombing

Oder zumindest tat sie so, als wollte sie dies tun. Denn weder schienen die Promis wirklich durstig zu sein, noch war deren Labung der eigentliche Auftrag der Fiji-Dame. Die wirkliche Mission des bis dahin eher unbekannten Models Kelleth Cuthbert bestand im Photobombing zugunsten der Wassermarke Fiji. Seit 2015 sponsert der Hersteller von Quellwasser aus Fidschi die prestigeträchtige Veranstaltung. Doch eine so erfolgreicher Marketing-Coup wie dieses Jahr, war den Werbeverantwortlichen bis dato noch nicht eingefallen. Ob die Aktion tatsächlich Absicht war, wurde nicht offiziell bestätigt. Aber auf dem Instagram-Account der Marke wurde das hübsche Testimonial sofort gefeiert: „And the award for Best Supporting Actress in Every Picture goes to … #FIJIwatergirl“.

Mehr Berichterstattung als jeder andere Golden Globe Star

Einen eigenen Hashtag staubte das Model im blauen Kleid schon im Laufe der Veranstaltung ab. So wurde in der Berichterstattung in den sozialen Medien schnell offensichtlich, welchen gemeinsamen Nenner das Gros der Promi-Fotos hat. „Please take a second to recognize the true hero of the #goldenglobes red carpet: the fiji water girl“ wurde da beispielsweise getwittert oder „Fiji water girl stealing the show is my favorite #GoldenGlobes story of the decade.“ Regisseur Jarret Wieselman witzelte gar auf Twitter „I have already written 200 pages of the Fiji Water girl's inner monologue tonight“.

Auch die übrige Presse zog nach und einen Tag nach der Verleihung ist es amtlich, dass das blau Fiji-Girl sämtlichen Promis die Show gestohlen hat und mehr Berichterstattung als jeder andere Star erhielt.

Erstes weltweite Meme im neuen Jahr

Kein Wunder, dass Fiji gleich reagierte und dem vielbeachteten Testimonial einen eigenen Twitter-Account anlegte. Dort wird die Fan-Gemeinde mit lustigen Sprüchen bei Laune gehalten, wie „ I've photobombed nobody. I was actually the only one there working“ – und natürlich wird weiter Werbung für das Quellwasser gemacht. In der Account-Beschreibung rühmt sich Cuthbert, das erste weltweite Meme 2019 zu sein. Auch, wenn sie das garantiert nicht selber geschrieben hat, so ist es doch wahr. Schon kursieren Foto-Collagen im Web mit ihr an der Seite von Winston Churchill oder im Hintergrund des berühmtesten Kuss-Fotos der Welt.

Auch beim Netflix-Film „Bird Box“ will die umtriebige Service-Dame laut „Eigenauskunft“ ihre Finger mit im Spiel gehabt haben.

Kooperation mit Potenzial?

Was für ein Coup – sowohl für Fiji als auch für Cuthbert. Um Folgeaufträge muss sich die schöne Kanadierin nun garantiert keine Sorgen machen. Und ein prall gefülltes Golden Globe Foto-Album besitzt sie obendrein. Und wer weiß, vielleicht ergattert sie ja auch eine Filmrolle und ist dann vielleicht als weiblicher Star eines Aquaman-Spin-offs selber irgendwann auf dem roten Golden Globe Teppich vertreten. Nur, dass ihr dann jemand in Sachen Fiji das Wasser reichen kann, ist eher unwahrscheinlich.

Autor: KS

(Foto: Matt Sayles, Invision for FIJI Water)

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