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FilmFrauen reden Klartext

Kinowerbung

Frauen werden in der Filmbranche auf bestimmte Rollen reduziert und schaffen es nur selten durch die „Gläserne Decke“ an die Spitze. Wie ist nach #metoo die Situation von Frauen im deutschen Filmgeschäft? In der Webserie „FilmFrauen. Die Interviews“ sprechen FilmFrauen wie Katja Riemann, Nora Tschirner, Emily Atef oder Anika Decker schonungslos offen über ihre Erfahrungen im Filmbusiness und einen Beruf, den sie zu ihrer Berufung haben werden lassen.

Das neue Webformat, im Auftrag des ZDF von DOCLIGHTS und shiftMEDIA produziert, unterhält, inspiriert und zeigt die weibliche Perspektive des Filmgeschäfts. Die Protagonistinnen erzählen von ihrem Weg in die Filmwelt und von ihren Erfahrungen beim Filmemachen. Schauspielerin Nora Tschirner („SMS für Dich“, „Keinohrhasen“) berichtet über Erfolg und Wut im Filmgeschäft und dass sie mittlerweile gerne im Ausland arbeitet, weil sie dort „nur“ als Mensch überzeugen müsse. Ihre Kollegin Katja Riemann („Fack ju Göhte 1-3“, „High Society“) zeigt sich erstaunt darüber, dass bei Frauen ab 40 im Filmbusiness oft der Karriereknick einsetzt, Ü40-Männer aber oft erst richtig durchstarten.

Ohne Frauenquote ändert sich nichts

Die preisgekrönte Regisseurin Emily Atef („Drei Tage in Quiberon“) spricht über ihren Weg ins Filmbusiness, Kino in Frankreich und Deutschland und die aktuelle Situation für Regisseurinen in der internationalen Filmszene. „Frauen dürfen im Film nur mit dem Richtigen schlafen“, beklagt Produzentin, Regisseurin und Drehbuchautorin Anika Decker. Sie arbeitet seit 20 Jahren in der Branche, und da sie das Gefühl hat, dass sich seit 20 Jahren auch nichts ändert, plädiert sie augenzwinkernd für eine Frauenquote von 100 Prozent.

Über ihre Filme, über gute und schlechte Erlebnisse als Frau am Set und darüber, welche Veränderungen sie in den letzten Jahren wahrgenommen haben, sprechen auch Maria Schrader, Marie Bäumler, Anna Brüggemann und Anne Zohra. Eines haben alle Interviews gemeinsam: Es geht um die Kunst des Schauspielens, Tränen der Wut, den Alltag am Set, absurde Sexszenen, um Frust und Magie einer Filmproduktion. Und um ein Business, das gerade beginnt, sich mit einer Frauenquote auseinanderzusetzen.

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