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Kinostart der Woche: Liliane Susewind Ein tierisches Abenteuer

Kinowerbung

Es mag kaum zu glauben sein, dass ein Kinderfilm zu hitzigen Diskussionen im Netz führt. Hintergrund dieser Debatte ist die Besetzung einer der Rollen in unserem Filmstart der Woche. Bei „Liliane Susewind – ein tierisches Abenteuer“ dreht sich eigentlich alles um Tiere. Doch das öffentliche Interesse weckte viel mehr Aaron Kissiov, der im Film die Rolle von „Jess“ darstellt. In der erfolgreichen Kinderbuch-Reihe, die als Vorlage für den Film diente, ist der beste Freund von „Lilli“ der dunkelhäutige Jesajah. Kaum wurde die Besetzung mit dem Kinderstar aus „Die wilden Kerle“ öffentlich, da entbrannte auch schon eine „Whitewashing“-Diskussion. Es wird kritisiert, dass Figuren mit einem kulturellen Kontext oft durch weiße Schauspieler besetzt sind. So wurde bei „Doctor Strange“ die asiatische Gelehrte von Tilda Swinton gemimt und bei „Aloha“ eine Hawaiianerin von Emma Stone dargestellt. Letztendlich hätte wohl aber auch eine bessere Auswahl für die Rolle nicht zu einem gelungeneren Film geführt.

Mit Elefanten spricht man nicht

Bereits 18 Bände sind von der Kinderbuchreihe schon erschienen. 2007 veröffentlichte Tanya Stewner ihr erstes Werk in dem die Titelheldin Liliane Susewind, eine Art Doktor Doolittle in klein, aufregende Abenteuer erlebt. Nun erschien der erste Film unter der Regie von Joachim Masannek, der ebenfalls von der Reihe „Die wilden Kerle“ bekannt ist. Liliane wird von Lau Leicher dargestellt und auch weitere Größen des deutschen Showbiz sind mit dabei. Dazu zählen Christoph Maria Herbst und Aylin Tezel.

101 Dalmatiner meets Wir kaufen einen Zoo

Die 11-Jährige Liliane Susewind hat eine seltene und besondere Begabung: Das aufgeweckte Mädchen kann mit Tieren sprechen. Da sie damit ihre Eltern aber immer wieder in Schwierigkeiten bringt, so dass die Familie ständig umziehen muss, verspricht sie nie wieder ein Wort mit ihren tierischen Begegnungen zu sprechen. Ausgerechnet das gibt es in der neuen Schule eine Projektwoche und Lillis Klasse soll in einem Zoo aushelfen. Zu allem Überfluss verschwinden dort auch noch Tiere spurlos und Lilli braucht die Hilfe ihrer ganzen Klassenkameraden, um das Geheimnis hinter den Diebstählen aufzuklären.

Leider ist von der liebevollen Buchvorlage nicht mehr viel übriggeblieben. Die Handlungen und Personen sind einfach viel zu übertrieben. Die böse Vanessa wirkt noch aufgesetzter als Cruella de Vil und auch die beiden Polizisten, die ohne Umschweife mit „Idioten“ betitelt werden, sind zu peinlichen Trottel degradiert. Die wichtigste Botschaft des respektvollen Umgang s mit Tieren geht dabei leider verloren.

Für alle Kinogänger mit einem Hang zu Übertreibungen!

Bild: © 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Dreamtool Entertainment / Wolfgang Ennenbach

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