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Kinostart der Woche: A Quiet Place

Kinowerbung

Diese Woche wird es still im Kino. Denn nahezu geräuschlos und gesprächsfrei präsentiert sich der Horrorthriller „A Quiet Place“. In einer Welt voller Töne, Geräusche und Sprachen fällt es den Menschen schwer Stille zu ertragen. Vielleicht wirkt auch gerade deshalb der Film so verstörend auf die Zuschauer. Es gibt keine Erläuterungen der Situation der agierenden Figuren, Fragen werden nicht beantwortet und auch die Charaktere können aufgrund fehlender gesprochener Dialoge kaum tiefer gehend dargestellt werden. Die Darsteller kommunizieren hauptsächlich mit Gebärdensprache und Gestik. Und dennoch sind die 90 Minuten mehr als spannend.

Schweigen ist Gold

Der Film startet, etwas unüblich zu gewöhnlichen Horrorfilmen, am helllichten Tag. Eine Familie mit drei Kindern (Reagan, Marcus und Beau) durchquert eine menschenleere Landschaft. Nachdem die Erde von tödlichen Außerirdischen heimgesucht wurde, gegen die sämtliche Waffen der Welt nichts ausrichten konnten, gibt es nur wenige Überlebenden. Die Familie von Lee Abbott (John Krasinski) und seiner Frau Evelyn (Emily Blunt) gehört zu diesen Menschen. Um ihr weiteres Fortleben zu gewährleisten, darf die Familie jedoch kein Geräusch erzeugen, da die Monster davon sofort angelockt werden. Am 89. Tag nach der Invasion sind sie auf dem Weg in die Stadt, um dort ihre Vorräte aufzustocken. Beau entdeckt in einem Spielzeugladen ein Weltraumshuttle, was er verbotener Weise behält und auf dem Heimweg mit Batterien füllt. Auf einmal trötet es los. Bevor der Vater etwas unternehmen kann, wird sein Kind von einem insektenartigen Wesen geschnappt und getötet. Für den Rest der Familie geht der Überlebenskampf weiter.

Die Stille als wichtigster Effekt

„A Quiet Place“ macht seinem Namen alle Ehre: nicht reden, nicht stolpern oder niesen, bloß kein Geräusch erzeugen. Trotz dieser dezimierten Tonkulisse trieft der Film vor Spannung und Angst. Der Horror wird daher auch kaum durch Monster erzeugt, sondern durch die Ausweglosigkeit, in der sich die Familie befindet und die Frage, wie man diese Situation nur ertragen kann. Die Hauptakteure schaffen es dabei auch ohne viele Wort den Zuschauer mitzureißen und den Schrecken zu verdeutlichen. John Krasinski wurde in den USA hauptsächlich durch seine Rolle in „The Office“ bekannt. Bei diesem Film fungiert er jedoch nicht nur als einer der Hauptdarsteller, sondern auch als Regisseur. An seiner Seite sehen wir seine Ehefrau Emily Blunt, die auch im Film die Frau an seiner Seite verkörpert. Beide Darsteller brillieren und machen „A Quiet Place“ zu einem effektiven und originellen Schreckensfilm. Die Angst, kein Geräusch zu machen, überträgt sich dadurch auf das Publikum. Man wird wohl kaum Gemurmel oder Popcorn-Geknister im Kinosaal hören.

Daher ist der Film nur etwas für Leute, die Stille auch wirklich ertragen können!

Bild: © Paramount Pictures

Autor: SW

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