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Kinostart der Woche: Alpha

Kinowerbung

„The Revenant“ in der Eiszeit

Ein Survivalthriller mit Coming-of-Age-Geschichte und Urzeitabenteuer – all das bietet der Film „Alpha“. Ursprünglich sollte der Film „The Solutrean“ heißen und damit direkten Bezug auf die archäologische Kultur nehmen, um die es ihm Film geht. Der Stamm der Solutrée hat während der Eiszeit rund 20.000 Jahre vor Christus im Süden Europas gelebt. Thematisch erinnert der Film stark an „The Revenant“, bei dem ebenfalls ein Mann in der Wildnis ums Überleben kämpft. Damit ist die Messlatte direkt sehr hoch gesetzt, immerhin war „The Revenant“ für neun Oscars nominiert, wovon er drei für sich entscheiden konnte.

Kampf ums Überleben

Der junge Solutréen Keda (Kodi Smit-McPhee) ist gemeinsam mit einigen seiner Stammeskrieger auf der Jagd. Er soll sich als würdiger Nachfolger seines Vaters erweisen, doch während der Expedition kommt es zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einem Mammut. Keda wird schwer verletzt und von seinen Weggefährten fälschlicherweise für tot gehalten. Sie lassen ihn mit seinem Schicksal allein zurück. Ein gefährlicher Kampf ums Überleben beginnt für ihn. Raue Witterungsbedingungen erschweren den Versuch, sein Volk wiederzufinden. Die Situation wirkt aussichtslos. Als er bald darauf von einem Rudel Wölfe attackiert wird, schafft er es gerade noch sich zu retten und verwundet dabei einen der Wölfe. Statt das verwundete Tier zu töten, beschließt er es zu pflegen und wieder zu Kräften zu bringen – es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Während seiner Reise entwickelt Keda Fähigkeiten und Führungsqualitäten gegenüber seinem neuen, treuen Gefährten, die ihn zum Alphatier werden lassen. Der Kampf ums Überleben macht aus dem Jungen einen stolzen Krieger.

Weite Landschaften und große Emotionen

Der Film von Regisseur Albert Hughes überzeugt nicht nur durch das schauspielerische Können des Hauptakteures, sondern auch durch die wunderschönen Landschaften. Gedreht wurde hauptsächlich in den Weiten der USA und Kanada. Beeindruckende Bilder sind dabei entstanden. Alle Kinofreunde, die sich sehnlichst auf „Mogli“ gefreut haben (dieser wird, entgegen vorheriger Ankündigung, nun nicht mehr im Kino gezeigt), werden von „Alpha“ begeistert sein. Leider gibt es aus Tierschützerkreisen weniger erfreuliche Stimmen, die zum Filmstart in den USA immer lauter wurden. Grund hierfür: Für die Requisiten des Films wurden gleich fünf Bisons geschlachtet, weil ihre Felle für bestimmte Szenen „gebraucht“ wurden.

Autor: JR

© 2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland

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