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Kinostart der Woche: Das Zeiträtsel

Kinowerbung

Unser Kinostart der Woche kommt diesmal von Disney und ist ein Abenteuerfilm für die ganze Familie. In „Das Zeiträtsel" ist es an einem schwarzen Mädchen, die Welt zu retten. Das Science-Fiction-Fantasy-Abenteuer basiert auf dem Kinderbuch „Die Zeitfalte“ von Madeleine L'Engle, das in den USA als Klassiker der Kinderliteratur gilt.

Eine Expedition durch Raum und Zeit

Die 13-jährige Meg Murry möchte eigentlich ein ganz normaler Teenager sein, doch die Tochter zweier weltberühmter Physiker ist hochintelligent und auf einzigartige Weise begabt. Nachdem ihr Vater spurlos verschwindet, fühlt sich Meg plötzlich als Außenseiterin ihrer Schule. Lediglich ihr Klassenkamerad Calvin hält noch zu ihr. Heimlich versucht Meg herauszufinden, woran ihre Eltern geforscht haben, um so dem Verschwinden ihres Vaters auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Calvin und ihrem ebenfalls hochbegabten Bruder geht sie der mysteriösen Erfindung auf den Grund und begibt sich auf eine Expedition durch Raum und Zeit. Ihnen tut sich eine Welt auf, die jenseits ihrer Vorstellungskraft liegt. Dort lauern viele Gefahren, gegen die sie sich behaupten müssen. Doch dann bekommen sie unerwartet Hilfe von drei rätselhaften überirdischen Wesen, die sie auf ihrer Reise unterstützen.  


Der Fantasy-Film beginnt zunächst sehr realistisch, indem die Hauptfigur der jungen Meg vorgestellt wird. Erst als die drei Teenager sich in die fremde Welt begeben und dort auf die drei Wächterinnen, gespielt von Reese Witherspoon, Mindy Karling und Oprah Winfrey, treffen, eröffnet sich dem Zuschauer eine liebevoll gestaltete Traumwelt. Ihre ständig wechselnden Kostüme sind sehr fantasievoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Dadurch erhält der Film einen außergewöhnlichen Look, der teilweise ein wenig an Tim Burton´s Fantasiewelten erinnert.

Der Film setzt ein politisches Zeichen

Für die Regisseurin Ava Duverney ist der Film die erste große Studioproduktion, mit der sie auch gleich Geschichte schreibt: Sie ist die erste afroamerikanische weibliche Regisseurin, die mit einem Big-Budget-Projekt betraut wurde. Das Buch wurde zuvor bereits in verschiedensten Formen adaptiert: Auf der Theater-Bühne, für das Fernsehen und in einer Graphic Novel und nun erstmals für die große Kinoleinwand. An der Handlung der Buchvorlage hat Duverney keine großen Änderungen vorgenommen, lediglich die Figuren, deren Hautfarbe im Buch nicht näher beschrieben wurde, hat sie durch überwiegend schwarze Schauspieler besetzt. In der aktuellen Debatte um die Dominanz weißer Männer in der Filmindustrie hat sie damit also auch ein politisches Zeichen gesetzt. So ist dieser Film nach „Black Panther" bereits der zweite Blockbuster in diesem Jahr, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt.

Für alle, die sich in eine fremde Welt entführen lassen wollen.

Fotocredit: Atsushi Nishijima © 2017

Disney Enterprises

Autor: CS

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