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Kinostart der Woche: Der Fall Collini

Kinowerbung

Elyas M´Barek in ernster Rolle

Elyas M´Barek kennt man bisher vor allem aus Filmen wie „Fack ju Göthe“ oder „Türkisch für Anfänger“. Nun ist er in einer ungewohnt ernsthaften Rolle auf der Kinoleinwand zu sehen. In der Verfilmung von Ferdinand von Schirachs gleichnamigen Buch „Der Fall Collini“ spielt M´Barek den jungen Anwalt Caspar Leinen. Regisseur und Drehbuchautor ist Marco Kreuzpaintner, der sich in der Vergangenheit schon mit Literaturverfilmungen wie „Krabat“ und „Die Wolke“ einen Namen gemacht hat. Neben M´Barek stehen auch noch Heiner Lauterbach und Alexandra Maria Lara mit vor der Kamera.

Collini gesteht und schweigt

Caspar Leinen ist erst seit drei Monaten im Amt, als er als Pflichtverteidiger nichtsahnend einen Fall annimmt, der sich zu einem Justizskandal entwickeln wird. Es geht um die Verteidigung des italienischen Gastarbeiters Fabrizio Collini, der den Fabrikbesitzer Hans Meyer ermordet haben soll. Hans Meyer ist der Vater seiner Jugendliebe Johanna und war in seiner Kindheit eine Art Ziehvater für Caspar Leinen. Einmal angenommen, kann er den Fall allerdings nicht mehr abgeben und gerät dadurch regelrecht in einen Gewissenskonflikt. Collini hatte sich der Polizei gestellt, schweigt aber beharrlich über die Motive seiner Tat. Also macht sich Leinen selber auf die Suche nach den möglichen Motiven und macht dabei eine skandalöse Entdeckung, die den Fall maßgeblich beeinflusst.

Packendes Justizdrama

Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank weg überdurchschnittlich gut. Elyas M´Barek´s Ausflug in ein ernsthaftes Genre ist überraschend gut gelungen. Er kann die Kritiker in seiner Rolle als zerrissener Anwalt überzeugen. Bleibt abzuwarten, ob das auch seine Fans so sehen und ihm trotz des Genrewechsels treu bleiben. Auch lobend hervorgehoben wird der Kameramann Jakub Bejnarowicz, der tolle Bilder eingefangen hat. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung hat der Film das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten, mit der Begründung, dass der Film wie ein echter Kinofilm wirke und sich auch international sehen lassen kann.

Ein Film für alle Fans von Gerechtigkeit.

Autor: CS

(Bild: © Constantin Film)

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