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Kinostart der Woche: Die Berufung

Kinowerbung

Biopic über eine herausragende, mutige Frau

Pünktlich zum Weltfrauentag am 08. März startet einen Tag zuvor das biographische Drama über die Amerikanerin Ruth Bader Ginsburg. Seit 1993 ist sie Richterin am „Supreme Court“, dem Obersten Gericht der Vereinigten Staaten. Doch ihr Weg bis zu diesem Amt und ihr Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter war beschwerlich und geprägt von Diskriminierung. Bereits im letzten Jahr wurde ein Dokumentarfilm über ihre Geschichte veröffentlich, der sogar eine Oscar-Nominierung erhalten hat. Nun folgt das Biopic, in dem Ruth Bader Ginsburg, unter der Regie von Mimi Leder, von der britischen Schauspielerin Felicity Jones verkörpert wird.

Eine Frau, die ihr ganzes Leben für Gleichstellung der Geschlechter kämpft

Ruth Bader Ginsburg beginnt in den 50er-Jahren, als eine von neun Frauen, ein Rechtswissenschaftsstudium an der renommierten Harvard University und folgt damit ihrem Mann Martin, der ebenfalls dort studiert. Als Martin während des Studiums schwer erkrankt, besucht Ruth zeitweise neben den eigenen auch die Vorlesungen ihres Mannes und kümmerte sich allein um die gemeinsame Tochter.

Nach dem Studium tritt Martin eine Stelle in einer angesehenen Steuerberatungsfirma an, doch Ruth kann trotz ihres Abschlusses mit Bestleistungen(!) aufgrund ihres Geschlechts keine Anstellung als Anwältin finden. Schweren Herzens nimmt sie daher eine Stelle als Professorin an und lehrt über das Thema der Geschlechterdiskriminierung, bis sie 1970 durch ihren Mann auf einen steuerlichen Rechtsstreit aufmerksam wird, bei dem ein Mann aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wird. Ruths Kampfgeist wird neu entfacht, denn dieser Fall könnte sowohl einen Wendepunkt für ihre Karriere darstellen, als auch die Gesetzeslage grundlegend verändern.

Mehrere Jahrzehnte auf 120 Minuten komprimiert

Zu Beginn steht der Film vor der Herausforderung knapp zwei Jahrzehnte von Ruths Leben vom Beginn der Studienzeit, über die Belastungen im Familienleben und der Schwierigkeit als Frau eine Anstellung als Anwältin zu finden, zusammenzufassen. Dabei werden diese Episoden teilweise etwas knapp dargestellt, doch der Film gewinnt an Tiefe, sobald Ruth ihren ersten Fall aufnimmt.

Die Ginsburgs waren für die damalige Zeit ein sehr fortschrittliches Paar, das sowohl beruflich als auch in der Familie Gleichberechtigung gelebt hat. Diese Rollen werden von Felicity Jones und Armie Hammer, als Ehemann Martin Ginsburg, der seiner Frau stets unterstützend zur Seite stand, authentisch verkörpert. Ruth Bader Ginsburg hat bereits einen großen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter geleistet und ist auch weiterhin mit 85 Jahren aktiv am Obersten Gerichtshof tätig.

Für alle, die keine Marvel-Filme mögen und trotzdem einer starken Frau bei der Arbeit zuschauen wollen!

Autor: CM

Bild: © eOne Germany

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