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Kinostart der Woche: Die kleine Hexe

Kinowerbung

Diese Woche hält Magie Einzug in die Kinosäle: Ottfried Preußlers „Die kleine Hexe“ erscheint nun erstmals als deutsche Realverfilmung. Der Familien-Klassiker, der in 47 Sprachen übersetzt wurde, zählt zu den erfolgreichsten Kinderbüchern Deutschlands. Umgesetzt wird das Projekt von den Produzenten Putz & Claussen, die bereits Preußlers Romane „Das kleine Gespenst“ und „Krabat“ ins Kino gebracht haben. 

Auch Regisseur Michael Schaerer hat einschlägige Erfahrungen mit Kinderbuch-Adaptionen. Bei „Heidi“ war er jedoch noch als Cutter tätig. Komplementiert wird die Runde von Drehbuchautor Matthias Pacht, der all die kleinen Episoden des Buchs in eine stringente Handlung umgewandelt hat.


Mit Ihren 127 Jahren zählt die kleine Hexe (Karoline Herfurth) noch zu den Jungspunden in der Hexenwelt. Aus diesem Grund darf sie auch noch nicht mit den anderen Hexen in der Walpurgisnacht, das wichtigste der Hexenfeste, feiern. Da sie aber frech und clever ist, schleicht sie sich heimlich auf den Blocksberg und unter die feiernde Meute. Dort wird sie jedoch entlarvt und das gibt Ärger! Als Strafe muss sie nun sämtliche Zaubersprüche des großen Hexenbuchs auswendig lernen. Um eine gute Hexe zu werden und die 7.892 Sprüche zu kennen, hat sie ein Jahr Zeit. Ansonsten wird ihr die Hexenkraft für immer entzogen. Ihr treuer Gefährte, der Rabe Abraxas, unterstützt die fleißige Hexe mit klugen Ratschlägen, aber die böse Hexe Rumpumpel versucht mit allen Mitteln den Erfolg zu verhindern. Nach und nach findet die kleine Hexe heraus, was ihrer Meinung nach eine gute Hexe ausmacht und mischt damit die Hexenwelt gewaltig auf.

Für Kinder ist die kleine, aufmüpfige Hexe eine ideale Identifikationsfigur: Sie ordnet sich keinen Autoritäten unter und muss erst noch ihren Platz in der Welt finden, wofür sie zahlreiche Regeln bricht. Diese Rolle spielt Karoline Herfurth mit Bravur und viel Esprit. Sie gibt ihr Natürlichkeit und strahlt zugleich eine gewisse Naivität und mädchenhaften Charme aus. Die Mahnungen und Ratschläge von Abraxas als erziehenden Verbündeten werden liebevoll von der warmherzigen Stimme Axel Prahls verkündet. Der Rabe entstand dabei nicht am Computer sondern wurde als Puppe eingebunden.

Der Film verzichtet grundsätzlich auf zu viele CGI-Effekte und setzt lieber auf geschickte Kamera Arbeit. Durch die zahlreichen, liebevollen Ausstattungsdetails und eine fantasievolle Kulisse ist dieses süße Märchen eine nostalgische Augenweide. 

Für alle Kleinen und Großen, die sich gern ein wenig verzaubern lassen!

Autor: SW

Bild: Copyright Studiocanal

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