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Kinostart der Woche: Little Women

Kinowerbung

Zweites Werk von Greta Gerwig

Louisa May Alcott wurde weltberühmt als Autorin der beiden Little Women-Romane, die sie 1868 und 1869 veröffentlichte. Insgesamt sieben Mal wurden diese stark autobiografisch geprägten Bücher bereits verfilmt, nun kommt eine weitere Verfilmung in die Kinos. Verantwortlich für Regie und Drehbuch ist Greta Gerwig, die mit „Lady Bird“ 2017 ihr Regiedebüt gab, welches gleich mit fünf Oscar-Nominierungen berücksichtigt wurde. Little Women darf sich sogar über eine Nominierung mehr freuen. Gerwig konnte für ihre Inszenierung der etwas anderen Coming-of-Age-Geschichte einen beeindruckenden Cast vor der Kamera versammeln: Mit dabei sind u.a. Emma Watson, Saoirse Ronan, Timohtée Chalamet, Laura Dern und Meryl Streep.

Coming-of-Age im 19. Jahrhundert

Die vier March Schwestern Beth, Meg, Amy und Jo wachsen im Neu-England des 19. Jahrhunderts auf und werden dabei mit diversen gesellschaftlichen Hindernissen konfrontiert. Der Bürgerkrieg ist gerade vorüber die Gesellschaft ist dominiert von starren Geschlechterrollen. Jede der vier jungen Frauen hat eine unterschiedliche Vorstellung vom Erwachsenwerden. Während die älteste Schwester Meg sich den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Rolle als Gemahlin und Mutter fügt widerstrebt das der temperamentvolle Jo komplett, die stattdessen ein unabhängiges Leben als Schriftstellerin führen möchte. Beth hält die Familie als gute Seele zusammen und Nesthäkchen Amy möchte in Frankreich Malerin werden. Auch wenn alle vier Schwestern unterschiedliche Träume verfolgen, um auf ihre Weise ihr Glück zu finden, bleiben sie dennoch eng verbunden.

Gerwigs Handschrift

Man könnte meinen, dass sieben Filmadaptionen eines Buches mehr als genug sein sollten. Greta Gerwigs Inszenierung allerdings zeigt, dass dem nicht so ist. Völlig zu Recht wurde „Little Women“ daher insgesamt sechs Mal für die begehrte goldene Trophäe nominiert, u.a. als bester Film und für die beste Haupt- und Nebendarstellerin. Gerwig verleiht der über 150 Jahre alten Geschichte ihre persönliche Handschrift und hat damit einen Film mit emotionaler Tiefe und herzerwärmender Wirkung geschaffen. Ins Kino gehen lohnt sich also!

Ein Film für alle, die sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen beirren lassen.

Autor: CS

(Bild: dpa/Wilson Webb)

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