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Kinostart der Woche: Papst Franziskus Ein Mann seines Wortes

Kinowerbung

Dokumentation von Regisseur Wim Wenders

Unser Kinostart der Woche ist ausnahmsweise Mal kein Spielfilm, sondern eine Dokumentation. Dieses Genre kann im Kino gut funktionieren, wie „Unsere Erde“ und „Die Reise der Pinguine“ gezeigt haben. Beide Filme konnten ein Millionenpublikum begeistern. Im letzten Jahr kamen dann die Fortsetzungen ins Kino, die nicht annähernd mehr an die Traumzahlen ihrer Vorgänger herangekommen sind. Das Genre ist also kein Selbstläufer. Nun wagt sich Regisseur Wim Wenders daran, der „Pina“ „Buena Vista Social Club“ zwei erfolgreiche Dokumentationen für das Kino gedreht und auf diesem Gebiet durchaus erfahren ist. Sein neuer Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ den amtierenden Papst Franziskus auf seinen Reisen.

Ein Porträt mit Papst Franziskus

Die Initiative für den Film kam aus dem Vatikan selbst, der dafür nicht nur seine Archive geöffnet, sondern auch der Verwendung von exklusivem Bildmaterial zugestimmt hat. Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Wim Wender und dem Vatikan prägt diesen außergewöhnlich Film. Dieses Porträt versteht sich weniger als ein Film über den Papst, als viel mehr ein Film mit ihm. Es ist keine Biografie einer Person, sondern eine Biografie der Ideen des Papstes. In insgesamt vier langen Interview-Blöcken spricht er über die ihm wichtigen Themen wie Wirtschaft, Immigration, soziale Ungerechtigkeit, Familie und Glauben sowie das Bestreben nach Reformen innerhalb der katholischen Kirche. Zwei Jahre lang begleitete Wim Wenders den Papst auf seinen Reisen. Gemeinsam waren sie in Jerusalem, bei den vereinten Nationen und im US-Kongress.

Der Papst zum Anfassen

Gleich zu Beginn des Films sagt Franziskus: „Man sollte den Menschen immer in die Augen schauen, wenn man mit ihnen redet.“ So ist auch der Film aufgebaut: Papst Franziskus spricht direkt in die Kamera und nimmt damit Kontakt zu den Zuschauern auf. Er begegnet den Zuschauern von Angesicht zu Angesicht. Davon lebt dieser Film. Regisseur Wender tritt dabei komplett in den Hintergrund und lässt die Worte des Papstes auf den Zuschauer wirken. Dieser nutzt den Film, um seine Lehre rüber zu bringen und schafft dies auch auf eine sehr sympathische Art und Weise. Generell hinterlässt der Film ein sehr positives Bild des Kirchenoberhauptes. Man versteht, warum so viele Menschen – insbesondere in den Entwicklungsländern – sich an ihm orientieren und ihn feiern.

Für alle, die die Welt ein bisschen besser machen wollen.

Autor: CS

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