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Kinostart der Woche: Sicario 2

Kinowerbung

Drei Jahre ist es nun her, seit Sicario mit immerhin knapp 300.000 Besuchern in Deutschland eine kleine Überraschung war. Trotz des guten Casts bestehend aus Emily Blunt, Benicio Del Toro und Josh Brolin traute man dem Drogenthriller diese Anzahl an Kinogängern nicht unbedingt zu.

Der düstere zweite Teil

Nun ist der zweite Teil in den Kinos gestartet. Wie bei seinem Vorgänger darf man sich wieder auf die beiden Akteure Brolin und Del Toro freuen. Für das Drehbuch zeichnete sich ebenfalls erneut Taylor Sheridan verantwortlich. Mit Wind River zeigte dieser zu Jahresbeginn bereits seine düstere Seite. Denis Villeneuve zog seine Arbeit an „Blade Runner 2049“ und „Arrival“ der Inszenierung des zweiten Teils dieser Trilogie vor. Der Regiestuhl wurde daraufhin mit Stefano Sollima besetzt. Durch die gefeierte Serie „Gomorrha“ bewies sich der Italiener bereits als Experte für Korruption und kriminelle Milieus. Nicht mehr zu sehen ist jedoch Emily Blunt als FBI Agentin, die im ersten Teil als Einzige für Moral und Menschlichkeit in dem bitteren Kampf stand.

Drogenkrieg ohne Hoffnung

Erneut tobt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA ein gnadenloser Drogenkrieg. Der Kampf der US-Regierung gegen die Kartelle scheint aussichtslos und der Zustand scheint sich sogar noch zu verschlimmern. Massenweise schleusen Terroristen ihre Anhänger über die Grenze, um brutale Anschläge zu verüben. Dennoch geben Agent Matt Graver (Josh Brolin) und der Auftragskiller Alejandro (Benicio Del Toro) nicht auf. Der neue Plan sieht vor die befeindeten Kartelle gegeneinander aufzuhetzen, indem die Tochter des Drogenbosses und Terroristenschleusers, Carlos Reyes, Isabela (Isabela Moner) entführt wird. Allerdings hat Alejandro noch eine persönliche Rechnung mit Reyes offen, die er bei dieser Gelegenheit auch gleich begleichen will.

Im Grunde fehlt der Fortsetzung nun all das, was den ersten Teil besonders gemacht hat. Ohne die engagierte Agentin Kate Macer (Emily Blunt) bleibt in dieser Welt voller Gewalt und Skrupellosigkeit nicht mal ein Hauch von Hoffnung. Aus einem ungleichen Kampf ist nun ein aussichtsloser Kampf geworden und für keinen der Akteure kann man wirklich Sympathie entwickeln. Dennoch ist der Film handwerklich durchaus gut gemacht, wenn auch mit Schwächen im Handlungsstrang. Wer Fan des ersten Teils war, muss sich nun damit abfinden, dass Regisseur Sollima eine andere stilistische Methode hat und hauptsächlich auf Trostlosigkeit setzt.

Dieser Film ist für alle, denen die Realität nicht düster genug sein kann.

Autor: SW

Bild: © 2018 StudioCanal

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