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Kinostart der Woche: The first Purge

Kinowerbung

Wie alles begann

Einmal im Jahr gibt es eine gesetzesfreie Nacht, in der alle Verbrechen ohne Konsequenzen bleiben – sogar Mord. In nur einer Nacht sollen die Menschen all ihrer Aggression und Mordlust freien Lauf lassen, um das restliche Jahr über friedlich zusammenzuleben. Eine Nacht unkontrollierter Gewalt zur Belebung und Reinigung der Gesellschaft – darum geht es in der Purge-Reihe. Diese Woche startet das Prequel zur The Purge-Trilogie. The first Purge setzt zeitlich vor den Vorgängerfilmen an und beschreibt, wie es zur Einführung der sogenannten Säuberungsnacht kam. Fans können sich auf eine actionreiche Fortsetzung freuen.

12 Stunde ohne Gesetze

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind geprägt von Unruhen, Gewalt und Hass. Die totalitäre Partei „Neue Gründungsväter Amerikas“ wird ins Amt gewählt, weil sie eine deutliche Verbesserung der Zustände verspricht. Gemeinsam mit einer Psychologin wollen sie das mithilfe eines sozialen Experiments schaffen: Um die Kriminalitätsrate zu senken soll es eine gesetzesfreie Nacht geben. 12 Stunden lang bleiben alle Verbrechen frei von Konsequenzen. Die erste Purge soll testweise auf Staten Island stattfinden. Bei einem erfolgreichen Durchlauf soll das Prinzip auf ganz Amerika ausgeweitet werden. In der Bevölkerung regt sich allerdings Widerstand. Insbesondere sozial benachteiligte Bürger weigern sich am Experiment teilzunehmen. Daraufhin greift die Regierung ein und schickt als Zivilisten getarnte Soldaten in die Viertel, um gezielt Menschen umzubringen. Was als soziales Experiment angedacht war, wird plötzlich zum politischen Instrument.


Gewalt und Gesellschaftskritik

Der vierte Teil der Purge-Reihe ist zwar nicht weniger brutal als seine Vorgänger, aber dafür deutlich politischer. Der Film beleuchtet die Hintergründe der Säuberungsnacht und damit die eigentlichen Beweggründe der Politik. Damit steht der gesellschaftskritische Aspekt der Reihe nochmal deutlicher im Vordergrund als bei den vorherigen Teilen. Der Film hält zudem viele Parallelen zur Realität bereit. So erinnert die Rhetorik des Parteiführers im Film stark an die des aktuellen US-Präsidenten. Für wahre Purge-Fans startet zeitgleich zum deutschen Kinostart in den USA eine zehnteilige Purge-Serie. Dabei geht es um die Folgen der gesetzesfreien Nacht und wie die Menschen die restlichen 364 Tage im Jahr damit umgehen, was sie während der Purge erlebt haben.

Bild: COPYRIGHT © 2018 UNIVERSAL STUDIOS

Autor: JR

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