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Kinostart der Woche: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Kinowerbung

Diese Woche werfen wir ein richtiges Schwergewicht ins Rennen für den Kinostart der Woche: Mit vier Auszeichnungen bei den Golden Globe Awards war „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ der Abräumer bei der Verleihung am 7. Januar in Beverly Hills. Nun scheint er neben den anderen Anwärtern (siehe Artikel Goldjungen und Romantik: OSCAR-Saison ist eröffnet ) der heißeste Favorit auf die begehrten Trophäen bei den OSCARS® zu werden. 

Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass der Film bei den Kritikern so gut ankommt. Mit Regisseur Martin McDonagh, den wir von „Brügge sehen… und sterben?“ kennen, zeigt sich einer der brillantesten Filmemacher unserer Zeit verantwortlich. Er hat bereits zwei OSCARS® in der heimischen Vitrine stehen und engagierte sich nicht nur hinter der Kamera, sondern schrieb auch das Drehbuch für den Film. Vor der Kamera erwartet uns eine überragende Francis McDormand, die in ihrem Overall Racheengel und Westernheldin zugleich ist und ebenfalls schon einen Goldjungen ihr Eigen nennen kann.


Es ist sieben Monate her seit Mildred Hayes‘ (Francis McDormand) Tochter vergewaltigt und ermordet wurde. Seitdem konnte der Sheriff der kleinen Gemeinde Ebbing Bill Willoughby (Woody Harrelson) noch keinen Verdächtigen vorlegen und so ist die Wut und Verzweiflung in der trauernden Mutter noch immer groß. Die Polizei, insbesondere Officer Jason Dixon (Sam Rockwell), diskriminiert lieber die afroamerikanische Bevölkerung, statt den Mordfall aufzuklären. Daher attackiert Mildred die untätigen Beamten in Form drei großer Billboards mit den Schriftzügen: „Raped While Dying“, „Still No Arrests?“ und „How come, Chief Willoughby?“. Die provokanten Tafeln lassen die Situation in der Stadt eskalieren und Themen wie Korruption und Rassismus werden heiß diskutiert.

Es ist überraschend wie perfekt der Film in den aktuellen Zeitgeist passt, obwohl er vor dem Weinstein-Skandal entstand. Es geht um Sexismus, Rassismus und den Aufschrei dagegen. Dabei bewegt sich der Film stetig zwischen tiefschwarzer Komödie und gefühlvollem Drama. Es wird exzessiv geflucht, es ist bissig und oft sehr komisch. Dabei kann man keine der Figuren pauschal der guten oder bösen Seite zuordnen. Hoffnung und Furcht, Schmerz und Fürsorge, Wut und Gelächter liegen hier so dicht beieinander, dass der Zuschauer ständig in ein Gefühlschaos gestürzt wird. Dabei ist „Three Billboards“ bis in die kleinste Szene durchdacht und absolut grandios besetzt.

Für alle, die schwarzen Humor mögen und der Welt am liebsten ebenfalls ihre Meinung auf einem großen Plakat mitteilen möchten!

Autor: SW

Bild: © 2017 Twentieth Century Fox

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