News

Kinostart der Woche: Trautmann

Kinowerbung

Wir möchten Euch heute das Wunder von Bert vorstellen. Wie sein Namensvetter „Das Wunder von Bern“ beschäftigt sich unser Filmstart der Woche mit einer wahren Fussball-Geschichte. Die Erlebnisse von Bert Trautmann sind jedoch nicht so bekannt. Das Biopic über den deutschen Torhüter ist dennoch nicht weniger bewegend. Inszeniert wird es von Marcus H. Rosenmüller, der mit „Wer früher stirbt, ist länger tot“ bereits mit seinem Erstlingswerk einen Kultfilm entwickelte.

Gehasst, geliebt

Bert Trautmann (David Kross) muss mit 17 Jahren als deutscher Wehrmachtoffizier in den Krieg ziehen. 1944 gerät der Soldat in englische Kriegsgefangenschaft. Bert glaubt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass das Leben noch viel für ihn bereithält. Doch er wird im Gefängnishof während eines Fußballspiels vom Trainer einer örtlichen Mannschaft entdeckt. Jack Friar (John Henshaw), Trainer des kleinen Vereins St.Helens, sieht das große Potenzial Traumtanns als Torhüter und holt ihn aus dem Lager, um seine Mannschaft vor dem Abstieg zu bewahren. Der deutsche Fußballer verdankt Jack Friar damit nicht nur den Start seiner Karriere, sondern auch seine Liebe. In dessen Tochter Margaret (Freya Mavor) verliebt sich der junge Mann, für den es schon bald zum englischen Erfolgsverein Manchester City geht. Die Verpflichtung des Deutschen als Keeper löst jedoch viel Empörung und Aufsehen aus. Die Herzen der Fans erobert der Torwart letztlich doch noch, als er im legendären FA-Cup-Finale trotz eines mehrfachen Genickbruchs seinen Kasten sauber hält.

Zwischen Kriegsfilm und Love-Story

Als „Traut the Kraut“, wie er böse von den Fans getauft wurde, 1949 das erste Mal für den Club aus Manchester auflief, protestierten 20.000 Demonstranten gegen die Verpflichtung des Kriegsfeindes für den englischen Verein. Dieser Zorn der Briten gegenüber den Deutschen, sowie der Unwille zu Verzeihen, wird in der deutsch-britischen Co-Produktion klar herausgearbeitet. Dabei folgt der Film einer klassischen Sportdramaturgie, die vom mühsamen Aufstieg bis zum finalen Triumph führt. Dennoch handelt es sich bei Trautmann um ein emotionales Drama, das sich zwischen Nachkriegsfilm und Liebesgeschichte bewegt. Allerdings verfehlt die Geschichte dabei nicht das Thema Integration mit Humor und schönen Bildern zu untermauern. David Kross verkörpert die Torhüterlegende, die bis heute in England gefeiert wird, zudem mit sehr viel Wärme.

Dieser Film ist für alle, die auch die Menschen hinter dem Sport sehen!

Autor: SW

Bild: © SquareOne Entertainment (Fox)

Verwandte Artikel
Diskutieren Sie über diesen Artikel
Required for comment verification
0 Kommentare