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Kinostart: Tully - Dieses verdammte Mutterglück

Kinowerbung

Gnadenlos ehrlich!

Der neue Streifen von Jason Reitman hält mit wirklich nichts hinter dem Berg. So zeigt der Film eine vollkommen ausgelaugte Charlize Theron in der Hauptrolle der dreifachen Mutter und Ehefrau, Marlon. Reitmann führte schon Regie bei der Komödie Juno (2008), bei der es um eine eine 16-Jährige ungewollt schwanger wird. Mit mindestens genauso viel Drama und gnadenlos ehrlichen Sprüchen, geht es nun bei Tully weiter.

Womit werden wir konfrontiert?

Der supersexy Vamp für den Ehemann und liebende Mutter, die zu jeder Tages- und Nachtzeit immer adrett gekleidet ist – das mag die Wunschvorstellung einiger werdenden Mütter sein. Hochschwanger, mit dem dritten Kind auf dem Weg, muss sich Marlon (Charlize Theron) eingestehen, dass ihr Leben nicht so verlaufen ist wie Sie es sich immer erträumt hätte. Der Mutterjob verlangt ihr alles ab, sodass sie mehr als nur einmal Gedanken hegt, die wohl jeder Mutter unangenehm und peinlich sind, wenn laut ausgesprochen. Nach der Geburt der kleinen Mia, spitzt sich die Gefühlslage noch weiter zu, sodass Marlo vor Erschöpfung zusammenbricht. 

Natürlich schlägt sich ihr Gefühlschaos auch auf die Beziehung zu Ihrem Ehemann Drew (Ron Livingston) aus, der ihr im Bereich seines Möglichen versucht so gut es geht beizustehen und zu unterstützen – doch vergebens.

Keine 08/15-Nanny

Der Vorschlag, sich Unterstützung in Form einer „Night-Nanny“ zu holen, kommt von Marlo‘s Bruder Craig (Mark Duplass), der auch mit ansehen muss, dass seine Schwester dem Ganzen nicht mehr gewachsen scheint. Nach anfänglichen Zweifeln und Argwohn, wird nun Tully (Mackenzie Davis) engagiert – das nennt man wohl Rettung in letzter Sekunde! Als Night-Nanny sorgt Tully nun fortan dafür, dass Mutter und Kinder die entsprechende Ruhe und Fürsorge bekommen, die sie dringend benötigen.  


Aus einer rein geschäftlichen Beziehung, die zu Beginn von Marlo mit purer Skepsis beäugt wurde, entwickelt sich im Laufe des Films ein sehr enges Verhältnis zwischen den beiden Frauen. Der Kinostart der Woche lebt von etlichen Klischees überzeugt jedoch durch schlagkräftige, witzige Sprüche und dem Mut anderen Frauen und werdenden Müttern zu zeigen, dass sie nicht allein sind mit ihren Sorgen und Gefühlen.

 

Autor: JR

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