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Kinostart der Woche: Wohne lieber ungewöhnlich

Kinowerbung

Mit der Fortsetzung von „Deadpool“ startet diese Woche nach „Avengers: Infinity War“ der nächste große Marvel-Blockbuster innerhalb weniger Wochen. Wer mit Superhelden nicht so viel anfangen kann, oder genug von Action hat, kann sich auf „Wohne lieber ungewöhnlich“ freuen: Die französische Familien-Komödie ist für´s Herz und für die Bauchmuskeln. Der Film wartet mit einem großen und bunt gemixten Ensemble an Schauspielern aller Altersstufen auf.

Kinder an die Macht!

Bastien ist Teil einer großen Patchwork-Familie: Nach zwei gescheiterten Ehen mit jeweils einem Kind hat seine Mama, Sophie, mittlerweile das dritte Kind vom dritten Mann bekommen. Auch ihre Ex-Männer haben fleißig weiter geheiratet und Kinder gemacht, sodass Bastien mittlerweile sechs Halbgeschwister und acht Elternteile hat. Die Erwachsenen haben einen komplizierten Plan ausgetüftelt, nachdem die Kinder fleißig rumgereicht und damit zu regelrechten Nomaden gemacht werden. Bastien hat drei verschiedene Zimmer über ganz Paris verteilt und verbringt selten mal zwei Wochenenden hintereinander in der gleichen Wohnung. Da kann man schon mal den Überblick oder die Nerven verlieren. Als es den Kindern zu viel wird, beschließen sie kurzerhand den Spieß umzudrehen. Sie rufen die Revolution aus und besetzen gemeinsam die Wohnung der verstorbenen Großmutter. Von nun an stellen die Kinder die Regeln auf und die Eltern müssen sich nach ihnen richten. Das Chaos kann beginnen…

Ein Film mit Witz und Charme

In diesem Film wird das Konzept Patchwork-Familie mal von einer anderen Seite aus beleuchtet, nämlich aus der Sicht der Kinder, die in diesem Fall ganz klar die Leidtragenden der Situation sind. Dabei kommen die Eltern nicht allzu gut davon. Trotzdem schafft Regisseur Laferrière es geschickt hier nicht mit erhobenem Zeigefinger zu arbeiten, sondern die Botschaften mit komödiantischer Hand zu verpacken. Wie man sich bei der Größe der Familie (sieben Kinder, acht Elternteile) schon denken kann, stehen hier recht viele Charaktere vor der Kamera. An der einen oder anderen Stelle wird es dabei etwas unübersichtlich. Immerhin braucht man erst eine gewisse Zeit, um zu verstehen, wer mit wem wie verbunden ist. Insgesamt schafft der Film es aber den trubeligen Alltag der Familie mit Witz und Charme darzustellen und die Stereotypen nicht in zu extremen Rollenklischees abdriften zu lassen. Mit „Wohne lieber ungewöhnlich“ erwartet einen ein unterhaltsamer und kurzweiliger Wohlfühlfilm für einen entspannten Kinoabend.

Für alle die schon immer nach einer raffinierten Lösung für ihre Patchwork-Familie gesucht haben.

Autor: CS

Bild: © 2018 WWW.WOHNE-LIEBER-UNGEWOEHNLICH.DE

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