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SXULLS: Von Hamburg über Tokio auf die Leinwand

Kinowerbung

Spätestens seit „Deutschland. Ein Sommermärchen“, als Regisseur Sönke Wortmann die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2006 bis in die Kabine und in die Hotelzimmer der Spieler begleiten durfte, sind Sport-Dokumentationen im Kino angekommen. Auf der großen Leinwand kommen die Emotionen beim Sport besonders gut rüber – wohl nur getoppt vom Live-Erlebnis im Stadion. Mit „SXULLS – Row to Tokyo“ gibt es jetzt ein neues Filmprojekt, das die deutschen Ruderer auf ihrem Weg zu den Olympischen Sommerspielen Tokio 2020 begleitet.

Vier Millionen Kinobesucher feiern sich und die WM

Knapp vier Millionen Besucher lockte die mehrfach preisgekrönte Sport-Doku „Deutschland. Ein Sommermärchen“ 2006 in die Kinos, rund elf Millionen verfolgten am 6. Dezember 2006 die TV-Ausstrahlung in der ARD. Acht Jahre später dokumentierte der Film „Die Mannschaft“ eindrucksvoll den Weg der deutschen Fußballer zum WM-Titel 2014.

Sport-Dokus schaffen es inzwischen immer wieder auf die große Leinwand, zuletzt „Ludwig/Walkenhorst – Der Weg zu Gold“ von Close Distance Productions, bei dem die Hamburger Filmemacher Silvia und Guido Weihermüller die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zu ihrem Olympiagold in Rio 2016 begleiteten.

Olympischer Auswahlprozess intensiv und hautnah begleitet

Im Frühjahr dieses Jahres ist das neueste Projekt der Hamburger Produktionsfirma gestartet: Gemeinsam mit Team Deutschland begleiten die Weihermüllers und ihr Team Deutschlands Top-Ruderer auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Das transmediale Filmprojekt „SXULLS – Row to Tokyo“ gibt einen tiefen Einblick in das Innenleben der deutschen Skuller-Nationalmannschaft und der Menschen dahinter.

So intensiv und hautnah wurde bisher kein olympischer Auswahlprozess medial begleitet. Denn die Rechnung für die besten Skuller des Deutschen Ruderverbandes (DRV) ist so einfach wie hart: Aus 15 mach sieben. 15 Ruderer bereiten sich am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein vor, doch qualifizieren sich alle drei Skull-Boote für Tokio, gibt es insgesamt nur sieben Plätze – verteilt auf den Einer, den Doppelzweier und den Doppelvierer. Der Zuschauer wird Zeuge, dass Freud und Leid, Erfolg und Misserfolg, erfüllte und geplatzte Träume bei der Mission Olympia vorprogrammiert sind.

Crossmediale Vermarktung des großen Ganzen

Silvia und Guido Weihermüller haben in den vergangenen Jahren ihren eigenen Stil der Begleitung von Sportlern gefunden und damit Fans, Freunden und Sportzuschauern neue, ganz persönliche Einblicke ermöglicht. „Uns interessiert die gesellschaftliche Relevanz von Sport, die Geschichte vom Mühen, vom Scheitern und dem Sieg“, erklärte Guido Weihermüller gegenüber dem Fachmagazin „Sportjournalist“. Die Begleitung der deutschen Top-Ruderer erfolgt crossmedial, denn aus dem gedrehten Material entstehen regelmäßige Episoden aus dem Alltag der Sportler für das Internet, es gibt eine TV-Fassung von etwa 45 Minuten und einen Kinostreifen in Spielfilmlänge. Drei unterschiedliche Projekte, die über einen längeren Zeitraum entstehen, in verschiedenen Medien abgespielt werden, crossmedial vermarktet werden können – und dennoch am Ende ein Ganzes ergeben.

In den ersten Episoden, die bereits online verfügbar sind, erhält der Zuschauer erste Eindrücke, mit welcher Leidenschaft, aber auch mit welch unterschiedlichen Motiven die Ruderer den Weg nach Tokio bestreiten. Da ist der zweimalige Olympiasieger im Doppelvierer, Karl Schulze, der mit Frau und Kind nach Hamburg gezogen ist, um in Tokio seinen Traum vom Gold-Triple wahr zu machen. Um einen Platz im Boot kämpft auch Stephan Riemekasten, Yale-Absolvent und leidenschaftlicher Klavierspieler, der alles auf eine Karte setzt, um erstmals bei Olympischen Spielen an den Start zu gehen.

Insgesamt mehr als 26 Episoden, mehr als 100 Clips und Interviews sind geplant, die auf dem Team Deutschland YouTube-Kanal und auf der Plattform www.sxulls.de veröffentlicht werden. Zudem wird das Projekt intensiv auf allen Social-Media-Kanälen von Team Deutschland und SXULLS begleitet. Nach den Olympischen Spielen 2020 in Tokio gibt es zusätzlich eine 90-minütige Kinodokumentation.

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