News

Wenn aus TV-Serien Kinohits werden

Kinowerbung

Erst ins Kino und dann Monate später den Blockbuster noch einmal gemütlich auf dem heimischen Sofa im TV schauen – so läuft es für die meisten Kinofans. Doch manchmal ist es genau umgedreht, dann wird eine TV-Serie zum sehnsüchtig erwarteten Kinohit. Ob „Downton Abbey“, „Der letzte Bulle“ oder „Shaun das Schaf – Der Film: UFO Alarm“ – TV-Serienfans sollten sich im Herbst einige Tage freihalten, denn dann laufen ihre Serienhits im Kino.

Den Anfang machte im Februar bereits „Club der roten Bänder – Wie alles begann“, der Kinofilm zur beliebten VOX-Fernsehserie „Club der roten Bänder“ um sechs Teenager, die in einem Krankenhaus Freundschaft schließen. Im Kino wurden die einzelnen Lebensgeschichten erzählt, bis die sechs sich genau dort als Freunde treffen, wo sie es am wenigsten erwartet hätten. Die Vorgeschichte lockte knapp 450.000 Besucher in die Kinos.

Königlicher Besuch auf Downton Abbey

Spätestens seit dem ersten Trailer stehen die Fans von „Downton Abbey“ in den Startlöchern. Denn die britische ITV-Produktion „Downton Abbey“, die zwischen 2010 und 2015 mit insgesamt sechs Staffeln ausgestrahlt wurde, entwickelte sich in ihrer Zeit nicht nur zu einer international bekannten, beliebten und mehrfach preisgekrönten Serie, sondern schaffte laut Wikipedia sogar den Eintrag ins „Guinness Buch der Rekorde“ als „von Kritikern am besten bewertete Fernsehsendung“. Die Kinofilmversion, die am 19. September 2019 in die deutschen Kinos kommt, erzählt das Schicksal der adligen Familie Crawley und ihrer Dienerschaft weiter, die seit Generationen in dem idyllischen Anwesen Downton Abbey zu Hause sind. Sie erhalten Besuch von niemand Geringerem als der Königin von England.

Eine Woche später erhält in „Shaun das Schaf – Der Film: UFO-Alarm“ (26. September) Nick Parks wolliger Schafsheld seinen zweiten eigenen Kinofilm. Darin landet ein geheimnisvolles außerirdisches Mädchen mit ihrem UFO auf der Farm, und für Shaun und seine Streiche eröffnen sich jede Menge neue Möglichkeiten und Abenteuer. Shaun das Schaf stammt aus der Stop-Motion-Schmiede Aardman Animations, die vor allem durch ihre Arbeit an Wallace & Gromit sowie durch ihre Arbeit für die Global Goals-Initiative der UNO bekannt geworden ist.

Vom Dschungel in die High School

Zahlreiche Kinder weltweit haben mit ihr Englisch beziehungsweise Spanisch gelernt: „Dora the Explorer“ ist eine US-amerikanische Zeichentrickserie von Nickelodeon, die auch hierzulande der bilingualen Vorschulerziehung dient. In der deutschen Version sprechen Dora und ihre Freunde nämlich Deutsch und Englisch. Jetzt schafft Dora den Sprung auf die große Leinwand. In „Dora und die goldene Stadt“ (10. Oktober) muss sich die junge Entdeckerin, die eigentlich mit ihren Eltern den Dschungel erkundet, einem völlig neuen Abenteuer stellen: Sie soll in einer großen Stadt die High School besuchen. Zum Glück hat sie den Affen Boots, ihren Cousin Diego und bald auch eine neue bunte Truppe an Freunden um sich, mit denen sie nicht nur ihre Eltern rettet, sondern gleich noch das Geheimnis einer alten Inka-Zivilisation mit einer goldenen Stadt lüftet.

In der Kino-Adaption der SAT.1-Erfolgsserie „Der letzte Bulle“ (7. November) wird die Geschichte von Polizist Mick Brisgau (Henning Baum) nicht fortgeführt, sondern mit leicht anderem Ton noch einmal neu erzählt. Mick ist ein Straßenpolizist alter Schule, der nach zwei Jahrzehnten aus dem Koma erwacht und feststellen muss, dass sich nicht nur die Welt, sondern auch die Polizeiarbeit seit den 80ern ziemlich verändert hat.

3 Engel ermitteln wieder für Charlie

Bereits zum dritten Mal ermitteln in „3 Engel für Charlie“ (28. November) drei Privatdetektivinnen in Spielfilmlänge für ihren ominösen Chef „Charlie“. Die populäre Fernsehserie wurde von 1976 bis 1981 ausgestrahlt und ist seit dem immer wieder im TV präsent. 2000 gab es mit Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore in den Hauptrollen das erste Kino-Remake, das 2,23 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos lockte. 2003 begeisterte die Fortsetzung „3 Engel für Charlie – Volle Power“ weitere 1,71 Millionen Kinofans. In der Neuauflage setzen die drei Ermittlerinnen Dylan (Kristen Stewart), Natalie (Naomi Scott) und Alex (Ella Balinska) ihr eigenes Leben aufs Spiel, weil ein junger System-Ingenieur geheime Informationen über eine tödliche Technologie weitergibt.

Zum Jahresende gibt es dann noch ein Wiedersehen mit Lolle (Felicitas Woll) und ihrem Cousin Sven (Jan Sosniok) aus der gleichnamigen ARD-Kultserie „Berlin, Berlin“ (19. Dezember) von 2002. Lolle ist mittlerweile Mitte 30 und längst nicht mehr neu in Berlin, was aber nicht bedeutet, dass ihr Alltag weniger abenteuerlich ist. So arbeitet sie mittlerweile in einer betreuten Wohngemeinschaft für Jugendliche, wo sie sich um Antonie kümmert. Gemeinsam mit ihrer jungen Schutzbefohlenen verschlägt es sie nach einer Partynacht auf einen Roadtrip durch Brandenburg.

Verwandte Artikel
Diskutieren Sie über diesen Artikel
Required for comment verification
0 Kommentare