Blickwinkel

Neymar gewinnt Kampf um seinen Namen

Regionale Vermarktung

Der brasilianische Fußballstar Neymar hat vor dem EU-Gericht in Luxemburg erfolgreich die Markenrechte an seinem Namen zurück geklagt. Ein geschäftstüchtiger Portugiese hatte sich diese bereits 2013 in der Europäischen Union für Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert – angeblich „aus klanglichen Gründen“.

Klingt nach viel Geld

Auch der Name des spanischen Weltmeister-Torhüters von 2010, Iker Casillas, muss in seinen Ohren nach Gold geklungen haben, sodass er diesen seinerzeit gleich als Marke mit eintragen ließ. Dass Neymar schon damals ein aufstrebender Fußballspieler war, will der Geschäftsmann nicht gewusst haben. In Europa sei Neymar damals quasi noch unbekannt gewesen, wollte der Mann dem Luxemburger Gericht weismachen.

Geldgieriger Trittbrettfahrer

Doch damit ließ ihn das EU-Gericht, eine untergeordnete Kammer des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), nun nicht durchkommen. Es sei „nicht vorstellbar“, dass der Mann „nichts von der Existenz des Fußballspielers wusste, als er die Marke ‚Neymar‘ anmeldete“. Vielmehr urteilte es, dass der Portugiese bei der Markenanmeldung bösgläubig gehandelt habe und

den Ruf des berühmten Fußballers ausnutzen wollte. Von einem Trittbrettfahrer ist dort die Rede.

Teuerster Fußballer der Geschichte

Schließlich gilt der Brasilianer, der mit vollem Namen Neymar da Silva Santos Júnior heißt, seit seinem Wechsel zu Paris Saint-Germain im Jahr 2017 als teuerster Fußballer der Geschichte. So machte der französische Meister 222 Mio. Euro für seinen Wechsel locker – und tütete damit den bisher teuersten Transfer der Fußballgeschichte ein. Pro Jahr verdient der 27-jährige Brasilianer hohe zweistellige Millionenbeträge. Ob er nun auch Cappis und Parfum unter der Weltmarke „Neymar“ herausbringt? Nötig hätte er es wohl nicht.

Millionen mit Ronaldo-Unterwäsche

Aber das könnte man von Cristiano Ronaldo ja auch sagen. Der portugiesische Stürmer-Star vermarktet unter der Marke „CR7“ eine eigene Modekollektion. Der Markenname setzt sich aus den Initialen des Fußballstars sowie seiner Trikotnummer zusammen und ziert online vertriebenen Ronaldo-Unterhosen als auch Socken auf ziemlich lukrative Weise.

Wer verklagt nun zukünftig wen?

Solcherart Einnahmequelle ist dem Trittbrettfahrer-Portugiesen nun erst einmal untersagt. Allerdings kündigte er bereits an, gegen die Aberkennung der Markenrechte zu klagen und Revision vor dem EuGH einzulegen. Wer weiß, vielleicht verklagt er Iker Casillas ja auch gleich mit. Begründen würde er das mit einem Wertverlust der Marke Casillas durch dessen Herzinfarkt Anfang des Monats. Wahrscheinlicher ist aber, dass Casillas den geschäftstüchtigen Portugiesen auf die Aberkennung der Markenrechte verklagt – und sich damit eine alternative Einnahmequelle zum Fußballsport sichert.

Autor: KS

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