Blickwinkel

Aldi Talk(s) via Emojis

Trends und Innovationen

Dass das Auge auch in Sachen Kommunikation ein Wörtchen mitzureden hat, stellt der Discounter-Riese Aldi nun auf Plakaten, online, Print-Anzeigen, Prospekten und auf den Social Media unter Beweis. Ganz nebenbei wurde die Umsetzung des Out-of-Home Parts über Jost von Brandis umgesetzt. Dabei wurde die Strategie, Planung und letztendliche Buchung über unsere Spezialisten realisiert. 

Unter Mottos wie „In Love mit den Aldi Preisen“, „Schockierend gute Preise“ oder auch „Unsere Preise sind zum Lachen günstig“, zwinkern, gruseln und smilen seit kurzem und bis Ende März eigens für Aldi kreierte Emojis. Der Clou: Sie bestehen aus (gesunden und günstigen) Lebensmitteln und tragen die jeweilige Botschaft (Gute-Laune-Preise oder auch Große Emotionen – kleine Preise) direkt aus dem Emoji-Gesicht mitten in die Konsumentenherzkammer in Form von Spinat, Lachs, Tomaten und Erdbeeren, als kunstvoll angerichtete Kuchen oder leckere Tortellini. 

Aldi Emojis

Die von den Agenturen Oliver Voss und Ogilvy & Mather (beide als gemeinsame Lead-Agentur für Aldi Süd) und McCann (für Aldi Nord) verantwortete Gemeinschaftskampagne von Aldi Nord und Aldi Süd schafft dabei einen Spagat zwischen virtueller und Lebensmittelwelt, wie auch eine womöglich unfreiwillige Anspielung auf Aldi Talk. Denn kurz vor dem Start der Emoji-Kampagne verkündete Aldi in einer Pressemitteilung, dass „alle Bestands- und Neukunden bei Neubuchung oder Paketverlängerung dauerhaft mehr Datenvolumen für acht ALDI TALK Tarifoptionen" erhalten. Das Gerücht zu den Gerichte-Gesichtern, dass nämlich die Lebensmittel-Emojis künftig exklusiv via Aldi Talk und als ähnlich der dem Samsung Galaxy S9 innewohnenden Augmented-Reality-Emojis verfügbar sind, hat sich passend zur Osterzeit als Ente erwiesen.

Dass ich nicht Lach(s)e 

Die Frage, warum die „Aldis" diese Kampagne gestartet haben, beantworten einige Experten mit dem Wunsch, dass Werbung Emotionen erzeugen, wecken und an die Discounterkasse tragen soll. So nämlich rechnen sich die Emojis als Werbeträger und Sympathiepunkte-Lieferanten wieder. Zudem soll die jüngere Zielgruppe aktiviert und motiviert werden, eine der unzähligen Discounterfilialen zu besuchen. Aldi will endgültig weg vom Image des Billigladens, in dem alles auf Paletten gelagert wird und der Preis die Attraktivität des Angebots bestimmt. 

Aldi Emojis 2

Aldi will jünger, mehr Bio und weniger billig wirken. Schaut man sich als junge Eltern oder auch als Kind die lustigen und farbenfrohen Lebensmittel-Emojis mit ihren für Körper und Kostenbewusstsein kerngesunden Botschaften an, ist man eher versucht, bei Aldi vorbeizuschauen und mit den jeweiligen Aldi-Zutaten sogar die Gerichte nachzukochen. Und weil die Kampagne über Out-of-Home-Media, Facebook, die Aldi-Webseiten, wie auch über klassische Print-Anzeigen und Werbemittel praktisch alle medialen Kanäle bespielt, steigen auch die Chancen, unterschiedliche Zielgruppen emojional zu erwischen.

Wer aber nicht so viel mit Emojis  anfangen kann, dem sei – ganz im Sinne eines genialen Aldi-Cross-Selling-Clous – das eBook „Die Welt erklärt in Emojis" empfohlen. Gibt’s übrigens auch bei Aldi (online). Was es aber noch nicht gibt, ist das Aldi-Emoji-Kochbuch. Schade eigentlich, denn es wäre doch super, das Emoji-Erfolgsrezept auf diesem Weg weiterführen zu können.

Autor: MB

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