Blickwinkel

Neue Emojis 2019 kommen! So emojinal!

Trends und Innovationen

Das Unicode Konsortium hat fast pünktlich zum Beginn des neuen Jahres ebenso neue Emojis vorgestellt. Insgesamt sind es 59 neue und 171 Varianten bereits bestehender Symbole, die Apple, Google und Microsoft – allesamt Mitglieder eben dieses Unicode Konsortiums – nun nach und nach an die Nutzer ihrer Software ausspielen werden.

Alles in allem stehen die brandneuen Emojis und die Variationen der schon existierenden unter dem Gedanken von mehr Inklusion. Und das springt einem tatsächlich sofort ins Auge. Emojis, die sich an den Händen haltende Personen zeigen, haben das größte Update erfahren, was Gender, Haut- und Haarfarben angeht. In Summe ergeben sich daraus 71 neue Emoji-Varianten, alle möglichen Kombinationen berücksichtigt. Unterm Strich beinhaltet Emoji 12.0 somit 230 neue bzw. erweiterte Symbole.

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Vielfalt für die Tastatur

Mit den neuen und erweiterten Emojis hat auch das Common Locale Data Repository (CLDR) ein Update erhalten. Es dient in erster Linie der Internationalisierung der Software von Herstellern wie eben Apple, Google und Microsoft. Mit dem CLDR werden Software-Besonderheiten wie Währungssymbole, Schriftrichtung, Wochentage, Monate, Zeitzonen und viele weitere lokale, nationale und kulturelle Besonderheiten entsprechend umgesetzt. Damit sollten nun auch die neuen Emojis in über 80 Sprachen verwendbar sein.

Expedition ins Tierreich und in Tabuzonen

Auch der Vielfalt der Arten will Emoji 12.0 in Farben und Formen Rechnung tragen. Und so öffnet der kleine Emoji-Zoo seine Pforten nun auch für die szenelastigen Flamingos, für Faultiere, Otter, Stinktiere, Orang-Utans wie auch für Blindenführ- und Diensthunde.

Nicht nur im Zusammenhang mit diesen tierischen Helfern sind beim Emoji-Update jetzt auch Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen noch besser repräsentiert. Es finden sich Symbole für elektrische und manuell betriebene Rollstühle, ebenso wie Emojis für Hörhilfen und Blindenstöcke und auch Darstellungen eines mechanischen Arms und Beins. Kurzum: Viele neue Symbole, die die Barrierefreiheit auch in der Welt der Emojis tragen.

Besonders hervorgehoben hatte das Unicode-Konsortium den Release eines Emojis für die weibliche Periode. Ein Blutstropfen, der weit über seine Symbolkraft auch einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung der Menstruation leistet.

APPetit auf mehr?

Kein Problem, denn die neuen Emojis halten auch für Freunde exotischer Gourmetkitzler einiges bereit, beispielsweise ein Symbol für Falafel, Waffeln, Mate und Austern. Für die Bodenständigen ist dank Zwiebel-, Knoblauch- und Butteremoji ebenso gesorgt. Und wenn es heiß wird, gibt es jetzt auch ein Eiswürfel-Symbol, das man sich in die Getränkepackung legen kann. Wem nach körperlicher Abkühlung ist, der kann sich demnächst im Fundus neuer Badehosen und -anzüge bedienen. Wer nicht schwimmen kann, dem sei das Schwimmwesten-Symbol empfohlen.

Wem eher nach Tanz zumute ist, kann sich schnell die Ballettschuhe schnüren oder auf dem Banjo-Emoji zupfen, gerne auch im Schein des neuen Diya-Öllampen-Emojis.

Ist einem das alles zu viel, kann man sich ja eine kurze Auszeit auf dem Ringplaneten (aka Saturn) gönnen oder aber man lässt sich treiben – am Fallschirm oder am Kite hängend oder taucht mit der Tauchermaske unter. Wie wäre es zudem mit einem kleinen Urlaub inklusive Besuch eines Hindutempels, einer Fahrt in der Autorikscha und gekleidet in einem Sari?

Zu großspurig? Da hilft die „kneifende Hand“. Zu langweilig? Wie wäre es mit dem gähnenden Gesicht? Zu wenig? Dann sei an dieser Stelle nochmals Emojipedias umfassende Auflistung aller 230 neuen und/oder erweiterten Emojis empfohlen.

Alle Emojis 2019 im Überblick

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Autor: MB

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