Blickwinkel

So sieht Social Distancing aus

Trends und Innovationen

Für alle, die sich nicht wirklich ein Bild davon machen können, wie man in Zeiten Corona-Virus-bedingter Distanzgebote dennoch in Kontakt bleiben kann, haben sich einige Social-Media-User Gedanken darüber gemacht, wie das dennoch funktionieren könnte.

Wichtig ist ihnen dabei vor allem, die Notwendigkeit des Social Distancing – also das Einhalten von Abstand zu anderen Mitmenschen und von (selbstverordneter) Quarantäne – nah an die Menschen zu bringen. Und das aus der Distanz der sozialen Netzwerke heraus. Denn diese sind, so sehr sie in der Vergangenheit auch in der Kritik standen, dass „Soziale“ vor „Medien“ nicht verdient zu haben, jetzt zum sozialen Kitt geworden. Eine Verbindung, die es uns Menschen erlaubt, uns trotz physischer Ferne irgendwie nahe zu sein.

Und mitten in der Corona-Krise werden die Social Media auch zum Bildungsmedium, das anschaulich und einfach vermittelt, warum wir uns bis auf weiteres möglichst fern voneinander halten sollten.

Der Funke springt über

Dem Künstler Juan Delcan ist es besonders gut gelungen zu visualisieren, dass eine Unterbrechung der Infektionskette ebenso einfach wie effizient ist. In einem 12-sekündigen Video, das mittlerweile über 2 Millionen Mal geklickt wurde, sieht man eine Reihe Streichhölzer, die nebeneinander aufgereiht stehen und nach und nach Feuer fangen.

Kaum, dass einer dieser Streichhölzer aus der Reihe tanzt, stoppt die Flamme. Und damit der Übertragungsweg des Virus.

Social Media im positiven Krisenmodus

Abgesehen von trendenden Hashtags wie #StopTheSpread oder #FlatteningTheCurve erweist sich die globale Corona-Krise gerade für die Social Media als Chance zur Bewährung. Denn plötzlich sind auch in den Verruf als manipulative Fehlinformationsverbeiter geratene Plattformen wie Facebook und Twitter wieder wertvoll für die Verbreitung subjektiver und auch fachlich fundierter Informationen wie eben unter anderem von Wissenschaftlern erstellte oder kuratierte Animationen und Videos, die erklären, wie und was jeder von uns dazu beitragen kann, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

Videos und Informationen der WHO oder nationaler Gesundheitsorganisationen werden in den persönlichen Nachrichtenfeeds und vor allem als Resultate von COVID-19-Suchen an prominente Stelle platziert. Desinformationen sind zwar nicht gänzlich von den sozialen Netzwerken verbannt worden, treten aber anders als bei politischen Kampagnen weniger prominent in Erscheinung.

Diesen Willen, den Zusammenhalt der Menschen in Zeiten von Social Distancing gerade auch über ihre Plattformen und Netzwerke zu stärken und gezielte Falschinformationen dabei so vollständig wie möglich auszusperren, zeigt auch ein gemeinsames Statement, das die US-Tech-Riesen Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft, Twitter, YouTube und Reddit auf Twitter veröffentlicht haben.

Lachen ist eine Medizin

Neben allem gebotenen Ernst und verständlicher Sorge, die das Thema COVID-19 von uns allen verlangt, darf aber auch und gerade in solch schwierigen Zeiten der Humor nicht verloren gehen. Und dank einiger Künstler findet man das Lachen sogar noch einfacher und besser wieder.

Denn in den Social Media gehen beispielsweise auch Corona-Editionen von Wimmelbilder-Klassikern wie Where is Waldo?, respektive Wo ist Walter?, zu recht viral.

Denn wo Social Distancing den Ton angibt, kann sich natürlich auch ein Waldo/Walter nicht in der Menschenmenge vor den wachen Blicken der Suchenden verstecken. Und nicht zu vergessen ist schließlich auch, dass miteinander lachen verbindet, auch und gerade über die unfreiwillige, aber notwendige persönliche Distanz hinweg.

Autor: MB

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