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Web Summit 2018: Total overhyped oder missing puzzle piece?

Trends und Innovationen

Willkommen beim Web Summit

Seit zwei Jahren laufen mir über das Jahr hinweg immer wieder Menschen über den Weg, die von Lissabon schwärmen. Und damit meine ich nicht die Latte-Macchiato-Schanzen-Girls, die gefühlt nie arbeiten und jeden Tag an einen anderen Ort reisen, sondern Business Kontakte.

Ich weiß, das habe ich auch schon beim SXSW geschrieben. Da waren die Meinungen aber gemeinschaftlich überdurchschnittlich gut. Beim Web Summit findet man die klassischen Gemischtwaren – alles ist dabei. Als ich Anfang dieses Jahres in der Lotterie zwei Tickets zum Preis von einem halben gewonnen habe, war klar für mich: Da musst du hin und gucken wie es wirklich ist.

Und das mache ich jetzt. Empfangen wurde ich schon einmal von Dauerregen und abgesoffenen Straßen. Schöne Begrüßung, Portugal. Schnell Kopf unter die Decke und gucken was der erste offizielle Tag bringt. Dieser begann mit einem Regenbogen und der Erkenntnis, dass der Song „November Rain“ von Lissabon inspiriert zu sein scheint. Kurze Einstimmung für Euch.

Clever gemacht vom Festival. So tut es auch gar nicht weh, den ganzen Tag in Konferenzsälen zu verbringen. Wir haben heute aber erst einmal gelernt, dass das Web Summit die gleiche Mentalität wie die Portugiesen hat. Alles ist sehr entspannt und damit von Hetzte keine Spur. Viele der Teilnehmer sind schon seit Samstag in der Stadt und da das Festival erst am Montagabend so richtig startet, finden bereits am Wochenende viele Side Events statt. So gibt es Veranstaltungen der Häuser der Länder und von Agenturen sowie auch eine Nebenkonferenz, die sich „House of Beautiful Business“ nennt. Dort treffen sich Menschen aus der ganzen Welt, die sehr „like minded“ sind. Gemeinschaft kann vieles bewegen und so werden in sehr offenem Austausch Dinge des Lebens diskutiert und nach all den Diskussionen kann man sich bei Jamsessions im Musikzimmer oder beim gemeinschaftlichen Fußball austoben.

Für mich ganz besonders spannend: Magnum ist vor Ort. Damit meine ich nicht den Eisproduzenten, sondern die bekannteste Fotoagentur der Welt. Ich bin seit meinem Art Direction Studium großer Fan und feiere ihre Arbeit sehr. Wir hatten die Chance uns mit Mark Power und Stuart Smith zu unterhalten. Stuart brachte uns nah, dass es bei guten Fotos, gerade beim Prozess des Editings, um „Killing the Babys“ geht. Dieser brutale Ausdruck bedeutet lediglich, dass man die Lieblingsbilder des Künstlers relativ schnell beiseitelegt. Denn nicht jedes Bild des Fotografen, der bei der Entstehung des Bildes dabei war, ist auch das Beste. Das ist oft so im Leben. Nicht alles, was wir als Schöpfer für das Ultimo halten, ist das Beste. Daher ist es immer gut, sich noch einmal von außen Meinungen einzuholen.

Nach dem großartigen Austausch im „House of Beautiful Business“ ging es weiter zum Web Summit, wo die große Eröffnung stattfand. Und ich will ehrlich zu Euch sein: 70.000 Menschen, die bei strömendem Regen in die Arena strömen; das musste nicht sein. Wir haben uns lieber noch einmal mit „like minded“ Menschen getroffen und ausgetauscht.

Wir lernen: SXSW „go with the Flow“, Web Summit „learn to go slow”.

In diesem Sinne, auf in Tag 2.

Eure Franzi

Unsere Herzblutbloggerin, Franziska Knoefel, schreibt bereits seit Jahren über die wichtigen Trends aus dem Digital- und Medienkosmos. Als Manager Digital Revolution ist sie unser Spezialist bei Weischer.Media, wenn es um die heißesten Technologien, News und den digitalen Wandel geht. Auf ihrem Blog erfahrt Ihr mehr zu dem, was Franzi bewegt.

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