We empower

Right To Play zu Besuch bei Weischer.Media

Verantwortung

Am gestrigen Abend, den 16.10.2018, hatten wir inspirierenden Besuch bei uns: die internationale Entwicklungshilfeorganisation Right To Play. Zu Gast waren Sven Schröder, Geschäftsführer Right To Play Deutschland, Julian Lohaus, Communications & Fundraising, und Eden Tesfai, Development Officer, die auch ihre internationalen Right To Play Kollegen mitgebracht haben. So gaben sich Dr. Fadi El Yamani, Global Training & Capacity Building, und Aki Temisevä, Global Vice President Philantropy, die Ehre und regten die Gäste aus der Kreativbranche zum Nachdenken an.

Gutmenschentum allein reicht nicht

Eröffnet wurde der Abend von Florian Weischer, Chairman Weischer.Media. In seinen einleitenden Worten mahnte er die Gäste bereits, dass er sich voraussichtlich nicht an seine Zeitvorgabe halten werde. Er erklärte, wie die Verbindung zwischen Weischer.Media und Right To Play zustande kam. Basis der Zusammenarbeit waren erste Projekte mit den Vereinten Nationen (UN), die vor rund drei Jahren starteten. Dabei ging es um die „Sustainable Development Goals“ der UN – früher Global Goals genannt. Florian Weischer berichtete über den Verlauf sowie die Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und deren globale Bedeutung. Die UN müsse etwas bewegen, sagte er.

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Weischer erzählte weiter, dass er bei einer Reise durch China auf ein Kinderkrankenhaus gestoßen sei, das durch Right To Play Coaches betreut wurde. Dies war die erste Berührung mit der Organisation, die nicht nur einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterließ, sondern auch den Impuls setzte, Right To Play bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Warum ihn die Arbeit so inspirierte? Die Organisation bringt Kinder durch Spiel und Sport zusammen, denn kindgerecht vermitteln Spiele wichtiges Wissen und Fähigkeiten, die Kindern ermöglichen zu selbstbestimmten Entscheidungsträgern von morgen zu werden. Spiele steigern das Selbstvertrauen, schaffen gleiche Chancen für Mädchen und Jungen und bauen Brücken dort, wo vorher unüberwindbare Differenzen waren. Die Mission: Kinder stark machen und ihr Potential durch Spiel zur Entfaltung bringen. Diese Herangehensweise inspirierte Florian Weischer.

Der Weischer.Media Chairman schlug die Brücke zur Branche und erklärte weiter, dass Gutmenschentum allein nicht ausreiche, vor allem nicht, um Millenials zu überzeugen, die heute mehr denn je nach der Sinnstiftung von Unternehmen fragen. „Millenials werden von anderen Dingen angetrieben als wir“, sagte er. Unternehmen, die sich nicht mit den Geschehnissen auf der Welt auseinandersetzen, würden untergehen, attestierte er den Gästen. Daher sei es wichtig, dass sich Unternehmen nicht nur auf ihr eigenes Umfeld, sondern auch auf sinnstiftende Projekte konzentrieren und diese mit voller Kraft unterstützen.

We empower

Nach den einleitenden Worten kam Sven Schröder auf die Bühne. Er erläuterte die Mission sowie verschiedene Projekte von Right To Play und gab einen Überblick über die Aktivitäten. Die Organisation unterstützt Kinder in Krisenregionen dabei, die Folgen von Krieg, Armut und Krankheit zu überwinden und ihr volles Potential zu entfalten. „We empower“ war daher auch das Motto des Abends. In bewegenden Videos zeigte Schröder die Situation der Kinder vor Ort und was diese Botschaft bedeutet. 1,9 Millionen Kinder in 15 Ländern erreiche die NGO jede Woche und helfe durch geschulte Lehrer und Coaches, die Entwicklung der Kinder zu verbessern und sie zusammenzubringen. Um den Gästen zu zeigen, was die Organisation umsetzt, stellte Schröder ein Web-basiertes Tool und eine VR-Experience vor, bei der man eine 360-Grad-Tour durch ein Flüchtlingscamp unternehmen konnte.

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Sein Wunsch an die Gäste der Veranstaltung: Er wolle Ideen der Kreativen sammeln, die der Organisation helfen können, ihre Mission zu erfüllen und die Kommunikationswege zu verbessern.

Dort sein, wo Hilfe benötigt wird

Ein weiterer Gast war der mehrfache Ruder-Goldmedaillengewinner Lauritz Schoof, der als Botschafter für Right To Play tätig ist. Der Spitzensportler berichtete von seiner Reise in den Libanon und seinen Erlebnissen vor Ort. Auf seiner Reise habe er Krankenhäuser, Schulen und Sportgruppen gesehen, die durch Right To Play unterstützt wurden. Die Reise habe seine Sicht gravierend verändert und er plane bereits die nächste Reise, um den Kindern vor Ort zu helfen.

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Die Kraft des Spielens

Als nächstes kam Dr. Fadi El Yamani auf die Bühne. Er berichtete zunächst aus seiner Vergangenheit, denn er wuchs als palästinensischer Flüchtling auf. Daher sei er froh Menschen helfen zu können, die ein ähnliches Schicksal wie er erleben. Weiter gab Yamani den Gästen Einblicke darin, wie die logistische Arbeit der Organisation funktioniert und dass nur eine qualitative Umsetzung echte Nachhaltigkeit in einer Region bringe. Daher arbeite Right To Play auch vorranging mit Locals und trainiere diese, da sie diejenigen seien, die anhaltende Stabilität und Lebensfreude vor Ort verbreiten können. Das Coaching dieser Locals sei Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten. Die Coaches wiederrum entwickeln dann die Programme, die den Kindern das Spielen ermöglichen. Dabei überwinden Kinder sämtliche Scheu: „Viele Kinder verstehen sich zunächst nicht, weil sie aus verschiedenen Religionen oder Ethnien stammen. Aber wenn sie miteinander spielen, kommen sie Stück für Stück zusammen“, so Yamani. „Das ist die Kraft des Spielens.“

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Wir können nur sagen, dass Right To Play eine großartige Organisation mit einer wirklich inspirierenden Mission ist, die jede Unterstützung verdient hat. Jedes Kind hat das Recht auf freie Entwicklung, Spaß und Spiel – ganz gleich wo auf der Welt. Wir freuen uns, wenn auch Ihr bei Right To Play vorbeischaut und sie unterstützt. Egal ob finanziell, mit Ideen oder Manpower. Wenn Ihr mit Right To Play Deutschland in Kontakt treten möchtet, findet Ihr hier die Kontaktdaten.

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Right To Play Deutschland

Zenettistrasse 34

80337 München

https://www.righttoplay.de/de/

Tel.: + 49 (0)89 217 049 09 – 0

Mail: info@righttoplay.de

Bild: © Right To Play

Autor: AA

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